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(29.08.2008) (ots) - Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) ist
mit der Verteilung der zusätzlichen Ärztehonorare von 2,5 Milliarden
Euro in höchstem Maße unzufrieden. Während bundesweit die Honorare um
durchschnittlich zehn Prozent steigen, seien in in Nordrhein nur 4,2
Prozent, in Westfalen-Lippe 7,8 Prozent. "Das ist in meinen Augen
unerträglich. Wenn die Verteilung so bleibt, bluten die Ärzte im
Westen aus", sagte KVNo-Chef Leonard Hansen der in Essen
erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,
Samstagausgabe). Hansen rechnet damit, dass viele Ärzte enttäuscht
reagierten, denn "die denken alle, sie bekämen auch zehn Prozent".
Hansen hält die Angleichung der Osthonorare für richtig, fühlt sich
aber im Vergleich zu den reichsten Ländern ungerecht behandelt.
"Bayern erhält 2,9 Prozent mehr. Da die Honorare dort ohnehin
deutlich höher sind als bei uns, macht das unterm Strich ein größeres
Plus aus als unsere 4,2 Prozent. Die Schere geht also noch weiter
auseinander." Er kündigte an, mit den Kassen regional nachverhandeln
zu wollen.
Der Schlichter Jürgen Wasem sagte der WAZ, dies sei "ein Tag, der
die Versicherten viel Geld kostet". Doch die Patienten würden davon
profitieren, weil die Ärzte nicht einfach mehr Geld erhielten,
sondern mehr Leistungen erbringen und abrechnen dürften, so der
Essener Gesundheitsökonom.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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