(ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Chef der
EU-Kommission, Manuel Barroso, in einem Telefongespräch gedrängt,
sich in der Kommission für eine schnelle Genehmigung der Finanzhilfen
für die angeschlagene Commerzbank einzusetzen. Das erfuhr die in
Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post"weiter
WAZ: Neuer Besitzer der LEG-Wohnungen kappt Instandhaltungs-Budget -- Vorabmeldung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstags-Ausgabe)
(30.08.2008) (ots) - Der Verkauf der rund 93 000 Wohnungen der
NRW-Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) an den US-Immobilienfonds
Whitehall zeigt die ersten, von Kritikern befürchteten negativen
Folgen für die Mieter. Aufträge zur Sanierung von Bädern und für die
"periodische Instandhaltung" dürfen nicht mehr erteilt werden, selbst
wenn sie bereits genehmigt waren. Das Budget für "laufende
Instandhaltungen" der Wohnungen, davon rund 12 000 in Dortmund, mehr
als 5000 in Duisburg und knapp 3000 in Essen, wurde mit sofortiger
Wirkung um 20 Prozent gekürzt. Investitionen zur
Leerstands-Verringerung wurden gestoppt. Zudem gab es erste spürbare
Mieterhöhungen, etwa in Duisburg. Das geht aus einem der WAZ
vorliegenden Schreiben der LEG-Geschäftsführung hervor.
Das Land hatte beim Verkauf der LEG für rund 790 Millionen Euro
versichert, dass die Interessen der Mieter durch eine "einzigartige
Sozialcharta" gewahrt würden. "Die Heuschrecke ist gelandet",
kommentierte SPD-Landeschefin Kraft gegenüber der WAZ den
"Profithunger" von Whitehall. DGB-Landeschef Schneider sprach von
einem "schwarzen Tag für die Mieter in NRW". Rund 280 000 Menschen
leben in den LEG-Wohnungen, die gestern offiziell an Whitehall
übergeben wurden.