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(13.10.2008) (ots) - Der Höhepunkt der Kreditausfälle stehe noch bevor,
gaben Vertreter des Internationalen Währungsfonds vergangene Woche
ihre Prognose ab. So verpuffte die beschlossene Leitzinssenkung durch
die Europäische Zentralbank und die amerikanische Notenbank Federal
Reserve um jeweils einen halben Prozentpunkt nahezu wirkungslos. Das
erklärte Ziel dieser Rettungsaktion war, die Wirtschaft vor einer
drohenden Rezession zu bewahren. Zu viele Banken und Kreditinstitute
haben in risikoreiche Hypothekenpapiere investiert und müssen
Milliardenbeträge abschreiben. Da sich Banken untereinander zurzeit
kaum mehr Kredite gewähren, wird es auch für Unternehmen immer
schwieriger, Kredite aufzunehmen, um weitere Investitionen zu
tätigen. Umsatz- und Gewinneinbußen für die Wirtschaft sind die
Folge.
An den weltweiten Börsen lässt sich dies an der allgemeinen
Abwärtsbewegung der Aktienkurse und Leitindizes ablesen. Seit dem 11.
September 2001 haben die Börsen in Europa und den USA nicht mehr so
stark verloren wie in den vergangenen Tagen. Der Dax rutschte
zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Während die
amerikanische Investmentlegende Warren Buffett die Krise einfach
aussitzt und seiner Strategie, einmal gekaufte Aktien lebenslang zu
halten, treu bleibt, stoßen zahlreiche Anleger ihre Wertpapiere
schnellstmöglich ab - und treiben die Kurse immer weiter in den
Keller.
Neben dem häufig Verlust bringenden Verkauf von Aktien haben
Privatanleger die Möglichkeit, sich gegen Kursverluste mithilfe von
Short- oder Reverse-Papieren abzusichern. Die Reverse-Strategie blieb
lange professionellen Investoren vorbehalten, seit einiger Zeit steht
sie in Form von Short-Zertifikaten auch Privatanlegern offen. Sinkt
der Basiswert, steigt der Wert des Zertifikats. Dies gilt jedoch auch
umgekehrt: Steigt der Basiswert, sinkt das Zertifikat. "Da
Erfahrungswerte zeigen, dass Aktien langfristig eine positive
Jahrespeformance von etwa sechs Prozent aufweisen, eignen sich
Short-Zertifikate vor allem für kurzfristige Investments", sagt
Holger Bosse, Experte von X-markets, der Zertifikate-Abteilung der
Deutschen Bank.
Eine weitere Alternative zu Aktieninvestments sehen viele Anleger
in Edelmetallen wie beispielsweise Gold. Der Preis für die Feinunze
steigt seit Mitte September tendenziell, doch mit größeren
Schwankungen. "Wer auf Gold setzen will, sollte dies besser mit einem
Sicherheitspuffer tun", empfiehlt Bosse. Dazu eignen sich
beispielsweise Zertifikate mit einem großen Discount.
Zertifikate, mit denen Anleger auch während der Finanzkrise
Gewinne einfahren können:
- Commerzbank: Discount-Zertifikat auf Gold (WKN: CB78SJ)
- Deutsche Bank X-markets: ShortDax Index X-pert Zertifikat (WKN:
DB2SRT)
- Deutsche Bank X-markets: Gold Discount Zertifikat (WKN: DB1PJK)
- HypoVereinsbank: ShortDax Zertifikat (WKN: HV5AFK)
Originaltext: DIS - Deutscher Informations-Service
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