(ots) - Ein erleichtertes Aufatmen ging letzte
Woche durch die internationalen Finanzmärkte: Der Ölpreis hatte
seinen Höhenflug beendet und sank deutlich unter 130 $. Die
Schlüsselindizes reagierten prompt. Entlastet vom Druck des teuren
Öls konnten sich Dow Jones und DAX deutlich erholen.weiter
Der Tagesspiegel: SPD beteuert Atomausstiegskurs - Grüne zweifeln
(05.03.2006) (ots) - Der SPD-Umweltpolitiker Michael Müller hat den
klaren Kurs seiner Partei zum Atomausstieg beschworen. "Wer auf
Atomenergie setzt, setzt auf die Vergangenheit", sagte der
Staatssekretär im Umweltministerium dem "Tagesspiegel"
(Montag-Ausgabe) vor der Energiekonferenz seiner Partei, die in
diesem Montag stattfindet. Es sei ein "Trugschluss" zu glauben,
Atomkraft könne Antworten auf die Fragen des Klimaschutzes und der
Versorgungssicherheit mit Energie geben. "Nur der Ausbau neuer
Technologien und die Ausnutzung von Effizienzreserven sind geeignet,
auch in Zukunft noch ausreichend Energie zu bezahlbaren Preisen zur
Verfügung zu haben", sagte Müller.
Der grüne Fraktionsvize Reinhard Loske warnte die große Koalition vor
einer Doppelstrategie. Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel"
(Montag-Ausgabe) sagte er, die erneuerbaren Energien würden als
Innovationsthema gesehen, mit dem sich punkten lasse. Keinesfalls
aber ist er sicher, dass die SPD auch in Sachen Atomkraft standhaft
bleibt und letztlich nicht doch zustimmt, dass Reststrommengen von
neuen auf alte Meiler übertragen werden. Bleiben die Kraftwerke
Biblis A und B sowie Neckarwestheim und Brunsbüttel aber erst einmal
über das Ende der Legislaturperiode am Netz, werde die Debatte nach
2010 unter neuen Vorzeichen geführt: "Das Begehren wird auf die SPD
zukommen. Ich glaube, dass die SPD da nicht 100-prozentig steht." Für
denkbar hält Loske einen "schmutzigen Handel" - einerseits könnte
sich die Union beim ThemaKohle kompromissbereit zeigen, für das sich
die SPD"fast irrational" engagiere, umgekehrt die SPD der Union im
Handel um die Reststrommengen von Atommeilern entgegenkommen.
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