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(24.10.2001) Auch Grundnahrungsmittel können natürliche Gifte enthalten. Wo man aufpassen sollte und wie man ohne Reue genießen kann, sagen die Tipps der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.: Keime und Schale von Kartoffeln enthalten Solanin, das vor allem in grünen Stellen der Knollen vorkommt. Eine Solaninvergiftung führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen und Erbrechen. Solanin ist hitzebeständig. Daher empfiehlt es sich, Keime und grüne Stellen vor dem Kochen gründlich zu entfernen. Das Gift geht zum Teil in das Kochwasser über. Ein verwandtes Gift, das Tomatin, kommt in grünen Tomaten vor. Deshalb sollten grüne Tomaten weder sauer eingelegt noch zu Konfitüre verarbeitet werden. Aus festen roten Früchten schmecken diese Spezialitäten fast genauso. Oxalsäure, bekannter Bestandteil von Rhabarber ist auch in Spinat, Mangold und Rote Beete, aber auch Schokolade und Kakao zu finden. Die Säure entzieht dem Körper Calcium und bildet ein schwer lösliches Salz, das sich in den Nieren und Harnkanälen ablagern kann. Beim gleichzeitigen Verzehr dieser Lebensmittel zusammen mit Milchprodukten können die Calciumverluste ausgeglichen werden. Menschen mit einer Neigung zu Harnsteinbildung sollten oxalsäurehaltige Lebensmittel nur in kleinen Mengen genießen. Viele Bohnenarten enthalten Phasin und ähnlich wirkende Substanzen, die ein Zusammenkleben der roten Blutkörperchen bewirken und Darmentzündungen verursachen können. Diese Substanzen werden durch Kochen unwirksam. In den Kernen von Mandeln, Zitrusfrüchten, Kern- und Steinobst befindet sich Blausäure, die bei entsprechender Dosis Vergiftungen mit Schwindel, Erbrechen, Angstzuständen und Atemkrämpfen auslösen kann. Schon fünf bis zehn bittere Mandeln können für ein Kind tödlich sein. Mit Aromen ist man hier besser bedient. Der Genuss von Maibowle kann Kopfschmerzen und Benommenheit verursachen. Ursache dafür ist das im Waldmeister enthaltene leberschädigende Cumarin. Wer nur drei Gramm Waldmeisterblätter ohne Blüten pro Liter Bowle verwendet (Briefwaage!) und sie 15-20 Minuten ziehen lässt, ist auf der sicheren Seite.
(Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)
Weitere Informationen: www.vz-nrw.de
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