(rgz-p). Über vier Jahre mussten die Briefmarkenfreunde darauf warten, dass der Katalog "Karibische Inseln" (Band 2) neu aufgelegt wurde. Doch es hat sich gelohnt, sowohl für die "klassischen" Philatelisten als auch für die Motivsammler. Letztere haben hier eine wahre Fundgrube vor sich.
(12.08.2008) (djd). Ein großes Wildtier mit einem imposanten Geweih? Sicherlich denken dabei die meisten spontan an den Elch. Doch mit einer Schulterhöhe von etwa 1,50 Metern sind auch die in Deutschland lebenden Rothirsche stattliche Geweihträger.
Beeindruckendes Schauspiel
Das Hirschgeweih wird jährlich abgeworfen und bildet sich anschließend neu aus. Dabei schieben die Männchen bis zu zwei Zentimeter pro Endenspitze innerhalb von nur 24 Stunden nach. Der enorme Knochenaufbau, der dabei in kurzer Zeit bewältigt wird, dient heute der Forschung als Modellsystem für den Aufbau menschlicher Knochen.
Die Beobachtung von Rotwild gehört zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen in Deutschland. In immer mehr Regionen besteht heute die Möglichkeit, geführte Wanderungen oder Ansitze zu erleben. Ein Beispiel dafür ist das "Tal der Hirsche" der Deutschen Wildtier Stiftung in Gut Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier kann zur Brunft dieses grandiose Schauspiel beobachtet werden. Auf www.Rothirsch.org finden Interessierte Informationen über weitere Beobachtungsmöglichkeiten.
Rotwild will wandern
Das Vorkommen von Rotwild ist heute in 13 Bundesländern per Gesetz reglementiert. Die Tiere dürfen dort nur in so genannten Rotwildverbreitungsgebieten leben, außerhalb dieser Zonen muss jedes Tier erlegt werden. Als Begründung werden die Wildschäden angeführt, die Rotwild in Wald und Feld anrichten kann. Da ihre Populationsbiologie aber auf weiträumiges Wanderverhalten ausgelegt ist, isolieren die Gruppen zunehmend. Auch das Problem von Wildschäden im Wald wird durch die Eingrenzung verschärft. Außerdem hat die Beunruhigung der Tiere durch den Menschen dazu geführt, dass sie häufig ein zurückgezogenes Leben in jungen, dichten Waldbeständen führen und hier besonders starke Schäden erzeugen.
Wildschäden vermeiden
Um die Schäden zu vermeiden, plädiert die Deutsche Wildtier Stiftung dafür, dem Rotwild einen Lebensraum anzubieten, der seinen Ansprüchen und Nahrungsbedürfnissen gerecht wird. Dazu gehört beispielsweise die Ausweisung von Wildruhezonen, in der die Bedürfnisse der Rothirsche Vorrang haben. Weiterhin sollte keine Bejagung von Rotwild in den Wintermonaten und während der Nacht erfolgen. Eigentlich besteht ein gesetzliches Nachtjagdverbot für Rotwild. Dieses wird aber häufig per Sonderregelung aufgeweicht und führt zu erhöhter Stressbelastung der Tiere.