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(24.06.2008) (ots) - Nie wurde so viel über Männer und Sex gesprochen
wie heute: in den Medien, im Internet, in der Werbung, im
Freundinnenkreis - nie war Sex so präsent, nie ging man so aufgeklärt
damit um. Doch weiß Frau eigentlich was Mann genau fühlt? Die
Expertinnen-Initiative "female affairs" wollte es wissen: Wie gehen
Männer mit ihrer Sexualität um, was wünschen sie sich, wie zufrieden
sind sie? Ja - was denken sie eigentlich zu diesem Thema? Wie kann
Sexualität zwischen Mann und Frau so gestaltet werden, dass beide
Partner sie genießen - und zwar ganz einfach? Die vom renommierten
Meinungsforschungsinstitut TNS Healthcare durchgeführte "Simplified
Sex"-Studie unter 1.043 Männern ergab: Über 80 Prozent der Männer
zwischen 20 und 40 Jahren sind zufrieden mit ihrem Sexualleben. Die
sexuelle Zufriedenheit ist eng gekoppelt an das lustvolle Erleben mit
der Partnerin, sie hat weniger mit der reinen sexuellen Befriedigung
zu tun. "Sex ist Spaß und ein Bedürfnis für mich. Sex bei gemeinsamem
Lustempfinden finde ich am besten", so ein Teilnehmer der Studie.
So fühlen sich 72 Prozent der Befragten für die sexuelle
Befriedigung der Partnerin verantwortlich und zwei Drittel brauchen
für ihre eigene sexuelle Befriedigung die Lust der Partnerin. "Dieses
Ergebnis halte ich für äußerst spannend", erläutert "female
affairs"-Expertin Dr. Ulrike Brandenburg. "Die Studie zeigt, dass für
Männer die sexuelle Zufriedenheit eng mit der emotionalen Qualität
der Paarbeziehung verbunden ist. Das bedeutet: um ein zufriedenes
Sexualleben genießen zu können, muss für die meisten Männer die
Liebesqualität, die emotionale Intimität und Nähe innerhalb der
Beziehung stimmen. Dies scheint dem Mann wichtiger zu sein als purer
Sex." Der moderne Mann scheint einem Wertewandel unterzogen, so die
Sexualwissenschaftlerin weiter: "Der Macho, dem es ausschließlich um
seine eigene Befriedigung geht, scheint passé."
Lustkiller aus Männersicht
Wie wichtig eine funktionierende Partnerschaft beim Sex aus
Männersicht ist, spiegelt sich auch in den Antworten der Frage wider,
was bei Männern am ehesten dazu führt, dass ihre sexuelle
Zufriedenheit abnimmt: 38 Prozent geben hierbei die sexuelle Unlust
der Partnerin als Zufriedenheitskiller Nummer 1 an. Erst mit 18
Prozent folgt der Alltagsstress, der einem enorm zusetzen müsste. Das
positive Erleben der gemeinsamen Lust kann für Männer aber auch
schnell in Stress beim Sex umschlagen. Denn für viele Männer scheint
es zum Muss geworden zu sein, für die Befriedigung der Partnerin zu
sorgen: von allen Männern, die Stress beim Sex kennen, haben 62
Prozent ihn, weil sie sich für die Befriedigung der Partnerin
verantwortlich fühlen. 59 Prozent klagen über den Erwartungsdruck,
die Partnerin zum Orgasmus zu führen, und ein Drittel der Befragten
plagt die Angst, zu früh zum Höhepunkt zu kommen. "Diese Ergebnisse
zeigen, wie komplex Männer partnerschaftliche Sexualität erleben und
wie sehr Männer auch in Punkto Sexualität unter Druck stehen. Viele
Männer fühlen sich für die sexuelle Lust ihrer Partnerin
verantwortlich. Sie erleben es wie ein persönliches Defizit, wenn sie
es nicht schaffen, für ihre Erregung, ihren Orgasmus, ihre
Befriedigung zu sorgen. Das heißt mit anderen Worten, dass viele
Männer genauso wie viele Frauen unter Druck stehen und auf sexuelle
Unstimmigkeit mit Selbstzweifeln und Defizitgefühlen reagieren",
betont Dr. Brandenburg. Sex bedeute so viel, so die
Sexualwissenschaftlerin weiter, problematisch sei es aber, wenn Mann
und Frau das Verhalten des Partners falsch deuten und für sich
alleine Rückschlüsse ziehen. "Das einzige, was in solchen Fällen
hilft, ist offen und ehrlich miteinander über sexuellen Stress,
Ängste, Erwartungen, wie auch Wünsche zu sprechen. Nur so kann eine
Entwicklung in Sachen Sexualität stattfinden. Und nur so kann Sex
entspannt werden und damit einfach charmant, leicht und wunderbar
sein."
Kommunikation als Basis für guten Sex
Männer und Reden? Das scheint im Alltag nicht immer einfach. Doch
dass Kommunikation Basis für guten Sex ist, sehen auch die befragten
Männer in der Studie. So finden 66 Prozent "sexuelle Wünsche einfach
zu formulieren" wichtig für eine gut laufende Beziehung in Bezug auf
Sex. Und sogar 86 Prozent geben an, dass es gut tut, sexuelle Wünsche
mitzuteilen, 75 Prozent empfinden solche Gespräche als
Vertrauensbeweis. Doch obwohl Männer die offene Kommunikation eines
partnerschaftlichen Vertrauensverhältnisses als Grundlage für guten
Sex ansehen, hapert es bei der Umsetzung: 62 Prozent der Männer geben
an, nicht immer mit ihrer Partnerin offen über ihre Wünsche zu
sprechen, 10 Prozent sagen sogar, dass sie gerne würden, sich aber
nicht trauen. Dr. Eva Wlodarek, Psychologin und "female
affairs"-Expertin, betont, offene Kommunikation sei das A und O für
eine gute Sexualität. "Dazu gehört auch, dass man dem Partner die
eigenen Vorlieben mitteilt und für seine Wünsche aufgeschlossen ist.
Fehlt dieser Austausch, kann das leicht zu Frustrationen führen."
Verhütung ist Frauensache
Auch in Sachen Verhütung ist Offenheit gefragt, denn für Männer
ist Sexualität eng mit diesem Thema verknüpft: 77 Prozent der Männer
antworten auf die Frage, ob Sexualität für Sie etwas mit Verhütung zu
tun hat mit "ja, auf jeden Fall". 65 Prozent der Männer versuchen
sogar gemeinsam mit der Partnerin eine Lösung in Verhütungsfragen zu
finden. Prof. Dr. Dr. Elisabeth Merkle, niedergelassene Gynäkologin
und Mitglied von "female affairs" stellt aber klar: "Zwar haben
Männer Verhütung als wichtiges Thema erkannt und wollen auch ihre
Partnerin hierbei unterstützen. Doch zeigt der Praxisalltag, dass sie
sich nicht aktiv informieren. Für Männer endet die Unterstützung in
Sachen Verhütung leider oft mit dem entgegengebrachten Interesse."
Auch die Zahlen der Studie belegen diesen Trend: 79 Prozent der
befragten Männer informieren sich nicht zum Thema Verhütung. So sei
es auch nicht verwunderlich, dass 94 Prozent der befragten Männer der
Studie antworten, dass Verhütung kein Stress beim Sex bedeutet, so
die Gynäkologin weiter. "Die Verantwortung hierzu liegt eindeutig
noch in Frauenhand."
Männer mögen es selbstbewusst
Grund für Frustration scheint bei Männern auch die
Rollenverteilung im Bett zu geben: Denn dort wünschen sich Männer
Frauen, die initiativer und selbstbewusster Sexualität in die Hand
nehmen. Auf die Frage, was Männer wirklich im Bett wollen,
antworteten die Hälfte der Befragten "sexuell selbstbewusste Frauen",
60 Prozent, "dass Frauen die Initiative ergreifen". "Männer wünschen
sich sexuell selbstbewusste Frauen. Was sie schätzen und sich mehr
wünschen, sind Frauen, die zeigen, wer sie sexuell sind. Die auch von
sich aus aktiv werden, die ihre Bedürfnisse und auch Nichtbedürfnisse
ausdrücken. Kurzum: Frauen, die selbstverantwortliche Sexualität
leben", erklärt die Sexualtherapeutin Dr. Ulrike Brandenburg. Dies
sei ein großer Schritt in Richtung gleichberechtigt gelebter
Sexualität innerhalb der Partnerschaft. "Die Herausforderung, sich
den Wünschen ihrer Partnerin zu stellen, nehmen Männer gerne an. Denn
die meisten Männer wünschen sich mehr Entwicklung in Sachen
Sexualität und halten Offenheit und Selbstverantwortlichkeit dabei
für eine gute Basis", so die "female affairs"-Expertin abschließend.
Über die Initiative:
Die Expertinneninitiative "female affairs" setzt sich für mehr
weibliche sexuelle Kompetenz und ein entspannteres Liebesleben ein.
Die fünf Expertinnen aus den Bereichen Gynäkologie,
Sexualwissenschaft, Soziologie und Psychologie möchten Frauen
informieren und durch vermitteltes Wissen in punkto weibliche
Sexualität kompetenter machen. "Denn nur wer wirklich Bescheid weiß,
kann sich kompetent verhalten", lautet das Credo der Initiative.
Unter www.femaleaffairs.de haben die Expertinnen eine Seite von
Frauen für Frauen eingerichtet und bieten ihren Lesern Wissenswertes
aus den Bereichen Sexualität, Partnerschaft und Verhütung. Hier haben
Frauen die Möglichkeit, sich zu informieren und sich bei Fragen
direkt an die Expertinnen zu wenden. Mit dem Service in der Rubrik
"Verhütung" möchten die Expertinnen Frauen dabei unterstützen, die
für sich passende Methode zur Empfängnisverhütung zu finden und
bieten den Leserinnen Neuigkeiten, Hintergrundinformationen und Tests
zu den unterschiedlichen Methoden an.
Originaltext: female affairs
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/71814
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Pressekontakt:
"female affairs" Initiativenbüro
Julia Beck
Walther-von-Cronberg-Platz 6
60594 Frankfurt
Tel.: 069/ 6612456-8368
Fax: 069/ 6612456-8398
Email: julia.beck@mslpr.de
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