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Ehemaliger Bundesminister erhält den Karl-Barth-Preis 2008 - Union Evangelischer Kirchen in der EKD zeichnet Jürgen Schmude aus



(ots) - Die Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) verleiht dem ehemaligen Bundesminister Jürgen Schmude den Karl-Barth-Preis 2008. Durch die Auszeichnung soll das Lebenszeugnis von Jürgen Schmude gewürdigt werden. Gleichzeitig soll der mit 10.000 Euro dotierte Preis aber auch weiter


Budapest

(04.08.2004) (pp) Budapest bietet dem Betrachter das weltweit schönste und beeindruckendste Stadtpanorama. Zwei Millionen Menschen leben an den beiden Ufern der Donau, rechts in Buda und auf dem flachen linken Ufer in Pest. Einige Gebäude der Technischen Universität, die Kettenbrücke und Umgebung mit Gellért-Bad, Freiheitsstatue und Zitadelle auf dem Gellért-Berg sowie diverse Bauten der Budaer Burg sind anerkannte Teile des Weltkulturerbes auf der Budaer Seite. Auf dem Pester Donauufer stehen das Parlament, der Roosevelt-Platz an der Kettenbrücke, die Ungarische Akademie der Wissenschaften, das Gebäude des Gresham-Palastes, der gesamte Donauabschnitt von der Petôfi-Brücke bis zur Margaretenbrücke unter dem Schutz der UNESCO.

Zeitreise zurück ins Mittelalter

Die Budaer Seite - Óbuda - ist die Grünzone der Stadt mit beliebten Ausflugszielen wie dem János-Berg, dem Wildpark von Budakeszi (Budakeszi Vadaspark) oder den zwei Höhlen der Hauptstadt: der Pálvölgyer Tropfsteinhöhle (Eingang: Szépvölgyi út 162.) und der Szemlõhegyi Höhle (Eingang: Pusztaszeri út 35.) - einer Höhle mit Heilwirkungen.

Überreste der ehemaligen römischen Bürger- und Militärstadt Aquincum belegen, dass Óbuda bereits vor mehr als 2000 Jahren besiedelt war. Zwei Amphitheater, Villen, Militärbad und Aquädukt kann man im nördlichen Teil der ehemaligen Stadt besichtigen. Eine zusammenhängende Ruinenstätte befindet sich im Aquincum-Museum (Szentendrei út 139.).
Ein Bummel durch das historische Burgviertel gleicht einer Zeitreise zurück ins Mittelalter: schmale, winkelige Gässchen, bunte Häuschen mit filigranen gotischen Fenstern, schmiedeeiserne Gaslampen und - keine Autos. Die eindrucksvolle Matthiaskirche ermöglicht einen Spaziergang durch viele ungarische Architekturepochen. Der königliche Palast (Szent György tér) wurde im 14. Jahrhundert errichtet und 400 Jahre später im Stil des Barock umgebaut, er diente 700 Jahre lang als Wohnsitz der ungarischen Könige. Heute befinden sich hier die am häufigsten besuchten Museen und Galerien von Budapest. Die Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galléria) zeigt einen Querschnitt durch die ungarische Kunstgeschichte vom 10. Jahrhundert bis heute. Von der auf mittelalterlichen Mauern errichteten malerischen Fischerbastei (Halászbástya) im Zuckerbäckerstil bietet sich ein herrliches Panorama.

An 123 Stellen dringt warmes Wasser durch das Karstgestein, auf dem Budapest erbaut wurde. Kein Wunder also, dass das Gebiet der ungarischen Hauptstadt seit der Römerzeit als Badestadt genutzt wurde. Reisende sollten wenigsten eines, am besten aber mehrere dieser Bäder einmal gesehen, erlebt und genossen haben. Das Gellért Bad gilt als das eleganteste Heilbad Ungarns mit Thermal-, Wannen-, Sprudel-, Wellen- und Schwimmbad. Noch aus der Türkenzeit stammen das Gül Baba, das originalgetreu restaurierte Király Bad (Königsbad) und das Rudas Bad aus dem Jahr 1550, das von einer riesigen, auf neun roten Marmorsäulen ruhenden Kuppel überdacht wird. Das Széchenyi-Bad ist das größte europäische Heilbad mit Thermal-, Dampf- und Wannenbädern, Schwimmbad und Strand.

Neogotik, Jugendstil und Stahl

Pest lebt von seinen historischen Stadteilen, Plätzen und berühmten Denkmäler. Neun Donau-Brücken verbinden Buda und Pest. Die eindrucksvolle Kettenbrücke (Széchenyi Lánchid) wurde in den Jahren 1839 - 1849 von einem englischen Ingenieur erbaut und gilt als eine technische und ästhetische Meisterleistung. Ein unbedingtes ?Muss? beim Budapest-Aufenthalt ist der neogotische Monumentalbau des Parlaments, in dem die heilige Krone und weitere Krönungsinsignien aufbewahrt werden. Mit 268 Metern Länge, 96 Metern Höhe und 691 Räumen ist das Parlament der größte Bau des Landes. Das prachtvolle und monumentale Ethnografische Museum ist ein Gründerzeitbau, der Elemente der Renaissance, des Barock und der Neoklassik kombiniert und mit fast 200.000 Exponaten eine der größten Spezialsammlungen Europas enthält.

Die schönsten Beispiele für den ungarischen Jugendstil sind die Gebäude des Kunstgewerbemuseums, die Wohnhäuser am Szervita-Platz sowie die Gebäude der ehemaligen Post und Sparkasse. Ein Jugendstilunikum ist die unter Denkmalschutz stehende McDonalds-Filiale in den Räumen der ehemaligen Bahnhofsgaststätte des Westbahnhofs: Fastfood mit Dekorations-Stuck, Wandgemälden, alten Lampen und hohen Fenstern. Der Bahnhof selbst, der Nyugati Nyugati palyaudvar (Westbahnhof), ist ein Museumsstück ganz anderer Art. Seine imposante Stahl- und Glaskonstruktion wurde 1877 von der Pariser Eiffel Konstruktionsgesellschaft entworfen und errichtet und hat heute - seinem Namen entgegen - die Funktion eines Budapester Ostbahnhofs, der vor allem den internationalen Fernverkehr in östliche Richtung abwickelt. Zu den wichtigen und eindrucksvollen Bauten moderner Architektur gehört auch die neu restaurierte Eisenkonstruktion der Zentralen Markthalle mit einer Länge von 150m sowie sechs Querschiffen mit Mauern aus Ziegeln, Stein und Terakotta.

Die neoklassizistische Basilika St. Stephan ist die größte Kirche der Hauptstadt und wurde 1906 nach mehr als 50-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Die Basilika ist dem ersten christlichen König der Ungarn, dem Heiligen Stephan (St.Istvan) gewidmet. Deshalb enthält der Hauptaltar auch eine bizarre Reliquie: Die mumifizierte, mehr als 1000 Jahre alte rechte Hand des Königs, die man sich hell erleuchtet eine Minute ansehen kann, wenn man einen Obulus von 100 HUF entrichtet.

Die sehenswerte, zum Weltkulturerbe zählende Andrássy Allee verläuft schnurgerade, sie wird zu beiden Seiten von Kunstwerken und Palästen, u.a. dem Gebäude der Ungarischen Staatsoper im Stil der italienischen Neorenaissance (Magyar Állami Operaház, Andrássy út 22.) gesäumt. Entspannt einkaufen und gemütlich bummeln lässt es sich in den zahlreichen Boutiquen und Straßencafés der baumgesäumten Boulevards im Bezirk Ujlipotvaros (Neue Leopold Stadt) an der Nordseite der Szent Istvan körut. Ihre glanzvollen Fassaden im Eklektizismus und Jugendstil erinnern an Budapests westliche Schwestern Wien und Paris. Eine städtische Ruhezone und frei von jeglichem Autoverkehr ist die Margareteninsel (zwischen Margareten- und Árpádbrücke) mit ihren englischen, japanischen sowie französischen Gärten und dem Freibad Palatinus. Von beiden Donauufern aus ist sie bequem zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar. Man kann die Insel zu Fuß oder mit einer Radkutsche, einer Kombination aus Fahrrad und Kutsche, erkunden.



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