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Neue OZ: Kommentar zu Kunst / Ausstellungen / Documenta
(ots) - Der Befreiungsschlag
Unter Roger M. Buergels Leitung war die letzte Documenta spürbar
verflacht, streckenweise gar zur Lachnummer verkommen. Inmitten einer
Flut von Biennalen und Großausstellungen braucht die Kasseler
Weltkunstschau dringend einen Befreiungsschlag. Mit Carolyn
Christov-Bakargiev könnte weiter |

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Die ältesten Christen der Welt
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(29.07.2004) (pp) Die Malteser zählen zu den ältesten Christen der Welt. Der Apostel Paulus, der im Jahre 60 n. Chr. auf dem Weg nach Rom als Gefangener Schiffbruch erlitt, überzeugte die freundlichen Bewohner der Insel innerhalb von drei Monaten von den Vorzügen der neuen Religion. Selbst im kleinsten Dorf stehen oft prachtvolle Pfarrkirchen mit ihren Votivstatuen und Kunst- und Kirchenschätzen. Wer eine Kirche pro Tag besucht, kommt nach einem Jahr gerade so herum. Auch Wanderer müssen auf Orte der Einkehr nicht verzichten. Kleine Kapellen stehen am Wegesrand, manche sind in Felsen gebaut, andere eng an Klippen. Noch heute prägt der Kirchenkalender das Leben auf den Inseln. Malta ist für seine Festas berühmt, lebhafte Sommerfeste zu Ehren der Schutzheiligen seiner Gemeinden. Auch Weihnachten und Ostern sind eine gute Zeit für einen Besuch Maltas.
St John?s Co-Cathedral in Valletta ist ein architektonisches Meisterwerk der Renaissance und des Barock. Hier befinden sich ?St. Jerome? und ?Die Enthauptung von St. John?, die imposantesten Werke Caravaggios. Schon diese Kathedrale lohnt eine Reise nach Malta.
Die St Paul's Kathedrale in Mdina
Mdina, mit seiner barocken Kathedrale, den Bastionen und Palästen thront weithin sichtbar über Zentralmalta. Die Kathedrale ist das architektonische Herz dieser eleganten, befestigten Stadt. Tatsächlich führte der Bau der Kathedrale (1697-1702) zum umfassenden Umbau des Zentrums der mittelalterlichen Stadt, denn einige Straßen und Häuser mussten weichen, um einen angemessenen großen Platz vor dem Gotteshaus zu schaffen.
Dieses Meisterwerk des ausgehenden 17. Jahrhunderts erbaute der maltesische Architekt Lorenzo Gafa' an der Stelle, wo der Legende nach das Haus des römischen Landesherren Publius stand, den Apostel Paulus 60 n. Chr. zum christlichen Glauben bekehrt hatte. Gekrönt wird das Gotteshaus von einem herrlichen Kuppeldach, das die Skyline Mdinas bis heute beherrscht. Die heutige Deckenmalerei der Kuppel stammt aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Gafa' erbaute in Mdina eine Miniaturvariante der St. John's Kathedrale in Valletta, des Mutterhauses des Johanniterordens. Wie dort besteht der Fußboden aus marmorbestückten Grabplatten. Der Innenraum ist großzügig dekoriert und erinnert in vielem an den in St. John's. Auch hier finden sich großartige Werke des kalabrischen Künstlers und Kreuzritters Mattia Preti, so die Monumentaldarstellung der Bekehrung des Apostel Paulus. Das Werk zierte bereits die normannische Kirche, die bis zu einem Erdbeben an dieser Stelle gestanden hatte. Die Kathedrale beeindruckt vor allem durch Gafa's Frontfassade. Sie ist eine der imposantesten und doch harmonischsten all seiner Barockkirchen und zugleich eine steingewordene Lektion im Umgang mit Proportionen.
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