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(04.09.2008) (ots) - Brauchen wir künstliche Inseln auf der Ruhr?
Natürlich nicht. Man kann sie nicht essen und sich nichts dafür
kaufen. Aber sie sind schön, und das gehört auch zum Leben.
Die Energiepreise steigen, und zwei große Unternehmen, die mit
dieser Ware handeln, geben viel Geld für Kultur aus. Da wird wohl
schnell die alte Frage kommen, ob man das nicht besser ausgeben
könnte. Nützlicher.
Politiker wissen und sagen es immer wieder: Kultur ist ein
Lebensmittel, es macht das Leben heller und hilft, Aggressionen
abzubauen. Das ist kein Ammenmärchen, sondern Wissenschaft.
Ausstellungen, Popkonzerte gemeinsam mit den Türken und ihren
Kindern in der Region, eine Brache an der Emscher, die zu einem
großen Park werden könnte - die Kulturhauptstadt hat viele gute
Ideen. Einige davon können nur verwirklicht werden, wenn sich
Unternehmen finden, die sie bezahlen. Warum sie das tun sollten,
sagen RWE und Eon, die vorangehen: Es ist gut für alle, wenn die
Region attraktiver wird. Wenn die Mitarbeiter gern hier leben.
Ja, es gibt Wichtigeres. Aber Sie verzichten ja auch nicht auf
Blumen.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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