BAFTA-Nominierungen für DER BAADER MEINHOF KOMPLEX
(ots) - Nach der Golden Globe-Nominierung im Dezember hat
DER BAADER MEINHOF KOMPLEX jetzt auch Chancen, den renommierten BAFTA
(British Academy Film Award) zu gewinnen. Die Bernd Eichinger
Produktion, bei der Uli Edel Regie führte, wurde in London von der
"British Academy of Film and Television Arts" in der Kategorieweiter
Kölner Stadt-Anzeiger: Umstrittener Großmufti bekennt sich zu deutschem Grundgesetz
(20.11.2008) (ots) - Der Großmufti von Bosnien-Herzegowina, Mustafa Ceric,
hat sich ausdrücklich zum Grundgesetz und zu den deutschen Gesetzen
bekannt. In einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Freitag-Ausgabe) betonte der islamische Theologe, der wegen seines
Eintretens für die Einführung und Befolgung der Scharia in Europa in
die Kritik geraten war, die deutsche Verfassung und die nationalen
Gesetze seien "unverletzlich" und dürften nicht von islamischem Recht
"tangiert" werden. Sie hätten "absolute und einzige Gültigkeit."
Ihnen habe sich islamisches Recht zu unterwerfen. In dieser Frage
dürfe und könne es keinen Kompromiss geben.
Zu den Irritationen um Cerics Äußerungen in der Zeitschrift "European
View" war es im Vorfeld der Verleihung des renommierten
Eugen-Biser-Preises an diesem Samstag in München gekommen. Ceric wird
gemeinsam mit dem jordanischen Prinzen Ghazi bin Muhammad bin Talal
und Scheich Al-Habib Ali Zain Al-Zifri aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten geehrt. Die drei islamischen Geistlichen werden als
Initiatoren eines Antwortbriefes von 138 herausragenden muslimischen
Gelehrten auf die islamkritische Regensburger Rede Papst Benedikt
XVI. ausgezeichnet.
In dem Interview bezeichnet Ceric die Scharia als Grundlage des
islamischen Glaubens. Sie habe für Muslime die gleiche Bedeutung wie
die Zehn Gebote für Christen und und sei ein "Kodex für ethisches und
moralischesVerhalten". Die in der Scharia vorgesehen drakonischen
Bestrafungen lehne er ausdrücklich ab, betonte Ceric, "wenn wenn sie
eine Erniedrigung der menschlichen Würde" bedeuteten. Die
Interpretation der Scharia sei eine "reine Glaubensangelegenheit" und
müsse sich von der in anderen Teilen der Welt unterscheiden. Ceric
räumte ein, dass er es "natürlich begrüßen" würde, wenn sich
"Vorstellungen der Scharia im Rahmen des Grundgesetzes verwirklichen"
ließen. Das sei jedoch eine "rein theoretische Annahme", betonte das
geistliche Oberhaupt von mehr als zwei Millionen bosnischer Muslime.