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BAFTA-Nominierungen für DER BAADER MEINHOF KOMPLEX
(ots) - Nach der Golden Globe-Nominierung im Dezember hat
DER BAADER MEINHOF KOMPLEX jetzt auch Chancen, den renommierten BAFTA
(British Academy Film Award) zu gewinnen. Die Bernd Eichinger
Produktion, bei der Uli Edel Regie führte, wurde in London von der
"British Academy of Film and Television Arts" in der Kategorie weiter |

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ZDF-Programmhinweis / Dienstag, 9. Dezember 2008, 20.15 Uhr / Am Großen Strom Heiliger Nil: zwischen Gegenwart und Ewigkeit
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(03.12.2008) (ots) - Die Alten Ägypter verehrten ihn als Gott - und
selbst heute ist er Lebensader für Millionen von Menschen: Der Nil
gilt im Wettstreit mit dem Amazonas als größter Fluss der Erde - und
wie kein anderer hat er die Neugier der Menschen geweckt.
Das ZDF-Team folgt dem Nil flussabwärts vom Viktoriasee in Uganda
durch den Sudan bis nach Ägypten und begegnet dabei faszinierenden
Menschen an den Ufern des großen Stromes.
Mzee Nabamba Bujjagali ist ein traditioneller Heiler - ein
Medizinmann - ein Mann, der mit den Geistern spricht. Er ist der 39.
Hüter der Ahnen und das Oberhaupt seines Stammes. Seinen Namen hat er
von den Geistern der Bujagali-Fälle bekommen - jenen Stromschnellen
unweit der Nilquelle, mit deren Geistern er spricht.
Als Heiler bezieht Mzee Nabamba seine Kraft aus dem Wasser des
Nils. Es ist der Ort, an dem die Geister leben. Der Heiler gibt sich
ganz diesen Kräften hin. Die Geister kommen zu ihm, wenn sie ihn
brauchen. Wenn sie den alten Mann in Besitz nehmen, fängt sein ganzer
Körper an zu beben, seine Stimme verändert sich. Sobald er aus diesem
Zustand erwacht, kann er sich an nichts mehr erinnern. Seine
Patienten vertrauen ihm - sie beteuern, dass der Heiler selbst dann
erfolgreich ist, wenn westliche Medizin versagt. Und über das Wasser
des Nils sei er auch schon gegangen - so munkeln sie hier.
Dr. Ludwig Siefert lebt und arbeitet seit 1972 in Uganda. Er kommt
ursprünglich aus dem Odenwald in Hessen. Er ist Tropen-Tierarzt -
spezialisiert auf Raubkatzen. Der 61-jährige Siefert ist vor allem im
Südwesten Ugandas unterwegs - zwischen den Seen Lake Edward und Lake
George am Kazinga Channel. Hier liegt der Queen Elizabeth
Nationalpark, und hier kümmert sich der deutsche Tierarzt um Löwen,
Leoparden und Hyänen. Wenn es sein muss, behandelt er aber auch
Elefanten oder Nilpferde. 250 Löwen hatten sie, als Siefert vor über
30 Jahren kam - heute sind nur noch 61 übrig. Rinderzüchter vergiften
die Raubkatzen, um ihre Tiere zu schützen. Siefert kämpft für das
Überleben der Löwen. Halsbänder mit Peilsendern helfen, die Tiere zu
überwachen. Doch dafür müssen die Löwen erst einmal gefunden, betäubt
und dann mit Sendern versehen werden. Eine aufwändige Arbeit...
Im Lake Victoria gibt es mehr als 3000 Inseln. Die meisten sind
bewohnt. Daher ist auf dem See ein reger Verkehr. Vielfach sind die
Händler und Fischer auf kleinen Holzbooten unterwegs. Und nicht
selten geht ihnen auf der Fahrt das Benzin aus, oder Unwetter mit
riesigen Wellen machen den gerade noch glatten See plötzlich
lebensgefährlich. Vor allem die oftmals überladenen Transport-Boote
können dann kentern. Aber kaum jemand hier kann schwimmen. Rund 5000
Menschen ertrinken jedes Jahr - so heißt es. Offizielle Statistiken
gibt es jedoch nicht.
Rachel ist eine junge Uganderin - 24 Jahre alt - die seit einem
Jahr mit der Seerettung arbeitet. Zusammen mit ihrem Kollegen und
Steuermann Dominik fährt sie mit ihrem leuchtend roten Holzkahn von
Insel zu Insel - von Landestelle zu Landestelle. Es geht ihnen vor
allem um Prävention. Den Fischern und ihren Familien wird die
Bedeutung von Rettungswesten erklärt. Die grellen Schwimmwesten
entstehen in lokaler Produktion und sind speziell für den Lake
Victoria entwickelt worden. Denn hier kann es im Notfall sehr lange
dauern bis Rettung kommt.
Mit Rachel und Dominik besucht das ZDF-Team eine kleine Insel mit
rund 500 Einwohnern. "Paradise" heißt das kleine Fischer-Dorf auf der
Insel. Rachel und Dominik zeigen den Leuten die Westen - und dann
darf sie jeder ausprobieren: mit dem Boot rausfahren - und ins Wasser
springen. Die Fischer sind begeistert.
Im Sudan fließen blauer und weißer Nil bei Khartoum zusammen. Der
südliche Sudan ist eine Gegend, wo viele Kamele gezüchtet werden -
und sie marschieren in langen Trecks nach Norden. Bis zu den
Kamelmärkten Ägyptens. Das ZDF-Team begleitet auf einem Teil der
Strecke fünf Kameltreiber mit ihren 60 Kamelen - quer durch die Wüste
ins Land der Pharaonen. Ein Weg, der bis zu 50 Tage dauern kann. Und
nicht jedes Kamel überlebt den Gewaltmarsch.
Ägypten war eines der ersten Tourismusziele überhaupt, bereits im
19. Jahrhundert entstanden Luxushotels wie das "Mena House" an den
Pyramiden von Gizeh, das "Winter Palace" in Luxor und das "Cataract
Hotel" in Assuan. Nilkreuzfahrten waren die ersten Touren, bei denen
die Schiffe nicht in erster Linie Verkehrsmittel waren, sondern
selbst ein Erlebnis. Thomas Cook erfand die Nilkreuzfahrt 1869.
Rund 300 Schiffe kreuzen heute zwischen Assuan und Luxor. Kapitän
Abdel Rahman Abdel Samii fährt hier seit über 40 Jahren auf
wechselnden Schiffen. Nun steuert er die Motoryacht "Alyssa". Lesen
und schreiben hat er nie gelernt. Doch als Kapitän muss er das nicht.
Er liest im Nil, so sagt er.
Der Nil als Lebensader Ägyptens - eine riesige, nie versiegende
Oase. Das ZDF-Team zeigt das Leben der Menschen am Ufer des Stromes:
eine Hochzeit in einem nubischen Dorf, Händler auf Basaren und
Kamelmärkten - und deutsche Ägyptologinnen bei der Arbeit in "ihrem
Grab".
Der Film ist eine Reise vom Herzen Afrikas bis zum Mittelmeer. Das
Leben der Menschen am Nil ist geprägt von dem großen Strom. Es ist
eine Gegenwart, die den über Generationen gelernten Gesetzen des
heiligen Nils folgt.
Originaltext: ZDF
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7840
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Pressekontakt:
ZDF Pressestelle
Telefon: 06131 / 70 - 2120
Telefon: 06131 / 70 - 2121
287937 |
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