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(18.07.2006) (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wiesen
die Gemeinden in Deutschland im Jahr 2004 rund 554 km² mehr
Baufläche
(+ 2,0%) aus als 2000. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen der
Flächenerhebung zum 31.12.2004 hervor, die Auskunft über die in den
kommunalen Flächennutzungsplänen dokumentierten langfristigen
Planungsabsichten der Gemeinden gibt. In den Flächennutzungsplänen
sind ohne Differenzierung sowohl die bereits existierende als auch
die für die Zukunft geplante Flächennutzung nachgewiesen.
Bauflächen und versiegelte Flächen dürfen allerdings nicht
gleichgesetzt werden: Die Bauflächen umfassen auch einen erheblichen
Anteil unbebauter und nicht versiegelter Flächen wie zum Beispiel
Hausgärten.
Die ausgewiesene Fläche für den überörtlichen Verkehr und die
örtlichen Hauptverkehrsstraßen in den Flächennutzungsplänen der
Gemeinden hat von 2000 bis 2004 geringfügig um 20 km² oder 0,3%
zugenommen, die Planzahl für die Grünflächen erhöhte sich um 156 km²
oder 2,1%. Die ausgewiesenen Flächen für die Landwirtschaft nahmen
dagegen um 1 366 km² oder 0,7% ab, während die Flächen für die
Forstwirtschaft um 381 km² oder 0,4% zunahmen. Darüber hinaus ist
auch ein Zuwachs bei den Wasserflächen (+ 105 km² oder + 1,6%) zu
verzeichnen. Insgesamt halten damit die seit Beginn der
vierjährlichen Erhebung im Jahre 1989 im früheren Bundesgebiet bei
den Planungsabsichten der Gemeinden beobachteten Trends an.
Die Struktur der geplanten Flächenverwendung ergibt zum
31.12.2004
folgendes Bild:
27 623 km² oder 7,7% der Bodenfläche Deutschlands (357 058 km²)
sind für Bauflächen vorgesehen. Der Anteil dieser Bauflächen liegt
in
den Stadtstaaten Berlin (45,7%), Hamburg (42,0%) und Bremen (41,3%)
am höchsten. In den anderen Bundesländern reicht die Spanne des
Bauflächenanteils von 4,2% in MecklenburgVorpommern bis 14,4% im
Saarland.
Die in den Flächennutzungsplänen ausgewiesenen Flächen für den
überörtlichen Verkehr und die örtlichen Hauptverkehrsstraßen nehmen
7 639 km² oder 2,1% der Bodenfläche Deutschlands ein. Sieht man von
den Stadtstaaten ab, so reichen hier die Anteile an der Bodenfläche
von 1,7% in Bayern bis 3,5% in Hessen.
Die ausgewiesenen Grünflächen bedecken 7 683 km² oder 2,2% der
Bodenfläche Deutschlands. Der Anteil dieser Grünflächen ist in den
Stadtstaaten Berlin (17,0%), Bremen (13,4%) und Hamburg (11,5%) am
höchsten. In den anderen Bundesländern reicht die Spanne des
Grünflächenanteils von 1,4% in Bayern bis 4,1% in Sachsen.
Die Flächen für die Landwirtschaft nehmen in den
Flächennutzungsplänen der Gemeinden 191 124 km² oder 53,5% der
Bodenfläche Deutschlands ein, die Flächen für die Forstwirtschaft
105 398 km² oder 29,5%.
Als Wasserflächen sind 6 758 km² oder 1,9% der Bodenfläche
Deutschlands ausgewiesen. Betrachtet man die Binnenländer, so sind
die Wasserflächen in Bayern (1 145 km²) am größten, gefolgt von
Brandenburg (865 km²) und Nordrhein-Westfalen (468 km²).
Detailliertere Ergebnisse der Flächenerhebung zum 31.12.2004
bietet das Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/allg/d/veroe/d_eckzahlenn.htm.
Weitere Auskünfte gibt:
Michael Deggau,
Telefon: (0611) 75-2730,
E-Mail: flaechenstatistik@destatis.de
ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
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Statistisches Bundesamt
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Telefon: (0611) 75-3444
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