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(27.10.2006) (ots) -
Redaktionelle Sperrfrist: Freigabe ab Freitag, 27.10.2006,
18.00 Uhr
Die wahrscheinlich weltweit umfangreichste Datenbank über den
Streckenausbau unter Tage wurde bei der Deutschen Steinkohle AG (DSK)
entwickelt. Das in ihr gespeicherte Wissen dürfte einzigartig sein.
Sämtliche Informationen über Ausbautechnik und Gebirgsmechanik in
Flözstrecken aus der Literatur, aus Fakten und Prognosen bestehender
Strecken und aus neuen Planungsdaten fanden in die Datenbank Eingang
und können jetzt für den Bau neuer Strecken genutzt werden.
Für dieses Wissensmanagementsystem wurden die Projektleiter Klaus
Opolony aus Moers, stellvertretender Bereichsleiter Bergtechnik, und
Dr. Holger Witthaus aus Castrop-Rauxel, Gruppenleiter des
DSK-Kompetenz-Centers Streckenausbau, mit dem Forschungspreis der
Deutschen Steinkohle ausgezeichnet.
Das von ihnen maßgeblich mitentwickelte System wird bei der DSK
bereits erfolgreich eingesetzt.
Mit Hilfe dieser Datenbank kann die DSK beim Auffahren von
Flözstrecken Erfolge der Vergangenheit nutzen, Fehler vermeiden und
aktuelle Verbesserungen und Erkenntnisse schnell umsetzen. So wird
die Effizienz gesteigert und betriebliches Know-how gesichert.
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts entstand die
Datenbank unter Leitung der beiden Preisträger durch die Arbeit eines
Teams von Fachleuten der DSK und des Essener Unternehmens DMT
(Deutsche Montan Technologie GmbH).
Im Rahmen einer Festveranstaltung auf dem Weltkulturerbe Zeche
Zollverein in Essen wurde der Preis vor zahlreichen Gästen aus
Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien übergeben.
In seiner Laudatio betonte DSK-Vorstandsmitglied Jürgen Eikhoff,
das High-Tech-Bergwerk sei "inzwischen keine Fiktion mehr, sondern in
großen Teilen Realität. Der deutsche Steinkohlenbergbau setzt in
Zusammenarbeit mit der Zulieferindustrie, den Hochschulen und
renommierten Forschungsinstituten Richtung weisende Maßstäbe.
Maßstäbe, die auch international vermarktet werden."
Trotz der zurzeit kontroversen Diskussionen, so Eikhoff, gehe die
DSK davon aus, "auch weit über das Jahr 2012 hinaus einen Beitrag zur
Energieversorgung in Deutschland leisten zu können und durch
technisch hervorragende Innovationen maßgebliche Impulse für die
deutsche Bergbauzulieferindustrie zu geben." Forschungs- und
Entwicklungsprojekte leisteten einen wichtigen Beitrag für die
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Auf die Bedeutung der Kohle und entsprechender Forschungsprojekte
innerhalb der Europäischen Union (EU) verwies in seiner Festrede
anlässlich der Preisverleihung Dr. Philipp Troppmann von der
Generaldirektion Forschung der EU-Kommission. Die
Forschungsanstrengungen müssten auf gesamteuropäischer Ebene effektiv
koordiniert und gebündelt werden.
Alle Informationen zu den Europäischen Tagen des Bergbaus erhalten
Sie auf der Internetseite www.keep-coal.de. Dort finden Sie am
Freitag ab 21.00 Uhr auch eine aktuelle Pressemitteilung sowie Fotos.
Der DSK-Forschungspreis
Für außerordentliche Leistungen aus dem Bereich Forschung und
Entwicklung verleiht die Deutsche Steinkohle AG (DSK) einmal jährlich
einen Forschungspreis an DSK-Mitarbeiter. Hierzu bewertet eine Jury
unter Vorsitz des DSK-Vorstandsmitgliedes Jürgen Eikhoff Ideen und
Verbesserungen, die dem Unternehmen neue Impulse geben. Das
Unternehmen gibt damit einen wichtigen Anstoß zur Förderung der
Innovationskraft seiner Mitarbeiter.
Die DSK ist in hohem Maße auf Innovationen angewiesen. Die
besonders anspruchsvolle Geologie der Lagerstätte sowie die weltweit
führenden deutschen Standards bei Arbeitssicherheit und Umweltschutz
erfordern eine ständige Weiterentwicklung der deutschen
Bergbautechnologie, um eine immer höhere Effizienz zu erreichen.
Diesen Bedingungen ist es zu verdanken, dass deutsche
Bergbautechnologie heute im Weltmaßstab die Nummer eins ist. Sie
setzt Impulse, die weltweit aufgegriffen werden.
Die DSK trägt dem Rechnung und arbeitet ständig an
Weiterentwicklungen und Innovationen. Die Verleihung des
Forschungspreises drückt auch aus, dass diese ständige Innovation ein
wichtiger Teil der Unternehmenskultur ist.
Der DSK-Forschungspreis wird seit dem Jahr 2002 verliehen. Erste
Preisträger waren Dr. Nikolaos Polysos und Hans-Georg Maier. Polysos
entwickelte ein revolutionäres geotechnisches Bewertungssystem, das
den Planern im Steinkohlenbergbau ein sehr transparentes Bild über
Gesteinsschichten liefert. Maier legte mit dem Planungs- und
Steuerungssystem "PluSS" eine einmalige Softwarelösung eine
umfassende und effiziente Abwicklung des Flächenrecyclings und
vergleichbarer Großprojekte vor. Ein Jahr später erhielt Uwe
Barabasch den Preis für sein neues Antriebssystem für Kohleförderer,
das eine deutliche Produktivitätssteigerung und damit verbundene
Kostensenkungen ermöglichte.
Im Jahr 2004 ging der Forschungspreis an Peter Vosen, der einen
wichtigen Beitrag für das europäische Forschungsprojekt MINEO
leistete, einem Projekt zur Umweltüberwachung in Bergbaugebieten mit
neuen Fernerkundungsmethoden.
Den DSK-Forschungspreis 2005 erhielten Manfred Bittner und
Hans-Jürgen Weiß für die Entwicklung einer neuen Hobeltechnik, mit
der eine deutliche Steigerung der Tagesförderung bei halbiertem
Aufwand für Wartung und Instandhaltung bei einer zwei- bis dreifachen
Lebensdauer der Anlage erreicht werden konnte.
Die Preisverleihung erfolgt stets im Rahmen einer feierlichen
Veranstaltung mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
und Medien.
Originaltext: DSK Die Deutsche Steinkohle AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=32905
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Pressekontakt:
Udo Kath
Deutsche Steinkohle AG
Bereichsleiter Kommunikation
Tel.: 02323-15-3105/6
Fax: 02323-15-3759/3349
Mobil: 0172-5287048
E-Mail: udo.kath@deutsche-steinkohle.de
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