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(30.04.2007) (ots) - Zum fünften Mal fand in Heidelberg der
internationale Fachkongress "Update Implantologie" statt,
veranstaltet vom Forum innovative Zahnmedizin Heidelberg e.V. (FIZ)
mit einer Rekord-Teilnehmerzahl von über 220 Wissenschaftlern und
Implantologie-Spezialisten aus aller Welt. Der große Zuspruch machte
den Trend der Implantologie deutlich: Während es in Deutschland noch
nicht einmal die Spezialausbildung des Parodontologen gibt, ist die
USA hier deutlich weiter. Um sich Parodontologe nennen zu dürfen,
bedarf es jenseits des Atlantik nicht wie in Deutschland lediglich
ein paar Kurse sondern eines mehrjährigen Zweitstudiums. Dennoch ist
die Paradontologie und die Implantologie in Deutschland auf einem
hohen Niveau, wie die Praxisbeispiele von Dr. Axel Kirsch aus
Filderstadt zeigten. Wie sehr die Zahnimplantation auf den Biotyp des
einzelnen Patienten abgestimmt werden können stellte er eindrucksvoll
unter Beweis. Mit speziellen Schnitt- und Lappentechniken ist es
möglich, selbst die individuellen Muskelfasern, die den menschlichen
Gesichtsausdruck prägen, beim Implantieren von Zähnen zu
berücksichtigen. Auch Dr. medic. stom. I.M.F. Neumarkt Marius
Steigmann aus Heidelberg, wissenschaftlicher Leiter der Tagung und
Vice-Päsident des 'International Congress of Oral Implantologists
(ICOI)', berichtete über einen neuen Trend, der die Implantat-Technik
für einen noch breiteren Personenkreis interessant macht: In vielen
Fällen muss der Kieferknochen künstlich wieder aufgebaut werden, um
dem Implantat den notwendigen Halt zu geben. Das war bislang recht
teuer und aufwändig, denn das Material wurde unter Narkose dem Becken
entnommen. Nun gibt es in Deutschland die Möglichkeit, Humanmaterial
beim Einsetzen künstlicher Hüftgelenke zu gewinnen. "Dies ist kein
Leichenmaterial, wie es noch immer bei uns verboten ist", betonte
Steigmann. Die Entnahme geschehe mit Einwilligung des Patienten, der
wegen seiner künstlichen Hüfte sowieso Knochenmaterial abgeben müsse.
"Doch dieser Humanknochen ist deutlich preiswerter und auch besser
als alle künstlichen Knochenaufbaumaterialien", so Steigmann.
Ferner widmete sich der Kongress dem Thema Implantat-Design. Die
Hersteller sind nun in der Lage, den Operateur im Bereich der
Ästhetik immer mehr durch ein verbessertes, zahnähnliches
Implantatdesign zu unterstützen und die Oberflächenstrukturen den
umliegenden, natürlichen Zähnen noch besser anzugleichen.
Forum innovative Zahnmedizin Heidelberg e.V.
Wolfgang Bollack
Pfarrgasse 2
D-69251 Gaiberg
www.update-implantologie.de
bollack-dental@t-online.de
Tel. 06223/5999
Originaltext: FIZ Forum innov. Zahnmedizin Heidelberg
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