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SWR Fernsehen: Änderungen von Freitag, 9. Januar 2009 (Woche 2) bis Montag, 16.02.2009 (Woche 8)
(ots) - Programmhinweise für das SWR Fernsehen
Freitag, 9. Januar 2009 (Woche 2) / 09.01.2009
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Klostermedizin: Die Geheimrezepte der Mönche
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(16.11.2004) (pp) Die Geheimrezepte von Mönchen und Schwestern in den Klöstern werden neu entdeckt. Das alte Wissen, mit dem die Mönche schon vor 1000 Jahren Krankheiten bekämpften, wird an der Uni Würzburg von Wissenschaftlern auf seine Wirksamkeit überprüft. Mehr als 450 Heilpflanzen untersuchten die Forscher und stellten dabei fest, dass viele Substanzen aus der Natur ebenso effektiv sind wie die Präparate der Schulmedizin. Vor allem gegen Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Winterdepression ist so manches Kraut gewachsen. In vielen Fällen kann man also getrost auf den raschen Griff zur Chemie verzichten und sich natürlich fit und gesund halten. Glückliche Mönche machten es vor,. Einen Teil ihres Wohlbefindens verdankten sie sicher dem Kraut Borretsch. Seine essentiellen Fettsäuren fördern nämlich die Produktion des Glückshormones Serotonin - mit Wirkung innerhalb von ein bis zwei Tagen. Das einfachste Mittel also, wenn trübe Tage auf die Stimmung drücken. Borretsch kann man ganz einfach im Garten selbst anbauen (dreimal pro Woche je drei Blätter verzehren, z.B. klein geschnitten über Salat streuen oder Pasta-Soßen damit würzen), man kann ihn aber auch als Fertigpräparat in der Apotheke kaufen.
Natürlich hatten die Mönche und Schwestern in den Klöster noch viel mehr Wissen um die Heilkraft der Kräuter, die Wissenschaftler nun sukzessive als hochwirksam bestätigen. Thymian z.B. wurde schon im Mittelalter bei starkem Husten eingesetzt. Tatsächlich wirken die ätherischen Öle und Triterpene des Krautes keimtötend, antibakteriell, krampf- und schleimlösend. Thymian hilft bei festsitzendem Husten, Keuchhusten und Bronchitis. Ideal ist die Kombination mit Primelwurzel. Bei schweren Erkältungen mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen wandten die Mönche Belladonna an, die Tollkirsche. Doch Vorsicht: Belladonna ist giftig und darf nur aus der Apotheke bezogen werden. Richtig dosiert ist sie ein sehr gutes Mittel gegen grippale Infekte. Ebenfalls in der Apotheke erhält man den guten alten Wasserdost. Die Mönche setzten ihn erfolgreich bei hartnäckigen Atemwegserkrankungen ein. Tatsächlich kann man damit die Erkrankung verkürzen bzw. bei ersten Anzeichen die Abwehr stärken.
Weitere Geheimrezepte aus der Klostermedizin:
-Gurken senken schonend Fieber. Dazu eine Gurke pürieren oder Gurkensaft im Reformhaus kaufen und jede Stunde ein Glas trinken.
-Süßholz fördert die Konzentrationsfähigkeit um 15 Prozent. Dazu täglich einfach vier Stück Lakritze naschen oder Süßholzwurzel jedem Tee beifügen. Die meisten Tees schmecken dadurch einfach nur ein bisschen besser.
-Fenchel hat eine krampf- und schleimlösende Wirkung und hilft beim Verdauen. Fencheltee, -sirup oder -bonbons sind sogar für Kleinkinder gut verträglich.
-Petersilie hilft bei Nierengries. Dazu 1 TL Petersilienblätter und ½ TL Petersiliensamen (Apotheke) mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 5 Min. ziehen lassen. 5 Tassen pro Tag trinken.
-Rosmarin steigert die Leistungsfähigkeit und kurbelt den Stoffwechsel und den Kreislauf an. Täglich 5 Blättchen klein geschnitten über Fleisch, Kartoffeln oder Salat streuen.
-Melisse hilft bei Schlafstörungen, wirkt krampflösend und beruhigend. Ein Top-Mittel ist nach wie vor Klosterfrau Melissengeist (Apotheke) - das Rezept dieses Heiltrunkes stammt aus dem 15. Jahrhundert. Man kann aber natürlich auch 2 TL getrocknete Melisse in Kräutertee einrühren und vor dem Schlafengehen trinken.
-Kürbiskernöl und Kürbiskerne beugen Krebs vor und sind gut für die Prostata. Die Antioxidantien des Öls sind wasserlöslicher als andere und so für den Körper leicht verfügbar. Täglich 1 Esslöffel Kürbiskernöl an den Salat geben und / oder eine Hand voll Kürbiskerne über den Salat streuen.
-Eibisch hilft bei Magenentzündungen. Der Schleim der Wurzel legt sich wie ein Schutzfilm auf die Magenwände, Reizstoffe können nicht mehr andocken und so kann die Entzündung abheilen. Dazu 2 TL Eibischwurzelpulver (aus der Apotheke) auf ¼ l Melissengeist geben, 7 Tage ziehen lassen, dann 5 bis 6 Tropfen täglich einnehmen.
Doris Haselmann
585 Wörter, 3450 Zeichen (ohne Leerstellen)
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