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(11.05.2007) (ots) - Die Archive des Internationalen Suchdienstes
(ISD) werden in absehbarer Zeit für die historische Forschung
geöffnet. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Ratifizierung der
"Bonner Verträge" durch alle elf Mitgliedstaaten. Bisher haben sieben
Staaten die Änderungsverträge unterzeichnet.
Während der Jahresversammlung des Internationalen Ausschusses vom
Internationalen Suchdienst wird die Zugangsregelung für die
Historische Forschung abschließend verhandelt und über das Procedere
des Datentransfers beraten. Unter anderem soll geklärt werden, ob
Teilbestände vorab transferiert werden können, bevor das
Ratifizierungsverfahren in allen elf Mitgliedstaaten abgeschlossen
ist. Das hätte zum Vorteil, dass die Staaten die Dokumente bereits
für die Öffnung vorbereiten können und am Tag der endgültigen
Ratifizierung diese sowohl in Bad Arolsen wie auch in den
Mitgliedstaaten für die Forschung zur Verfügung stehen.
"Alle Dokumente über Deportation und Inhaftierung sind bereits
digitalisiert und indiziert und könnten im Vorfeld an die
Mitgliedstaaten transferiert werden. Die Dateien würden mit einer
Sperrfrist versehen. Ich hoffe, dass wir vom Internationalen
Ausschuss auf der Jahresversammlung in Amsterdam die Zustimmung dafür
erhalten", sagt Reto Meister, Direktor des Internationalen
Suchdienstes in Bad Arolsen.
Auf der Jahresversammlung wird Meister über den aktuellen Stand
der Digitalisierung der Dokumentenbestände berichten und Ideen zur
Zusammenarbeit mit Organisationen von Holocaust-Überlebenden, Museen
und den Betreibern der Mahnmale sowie mit akademischen Instituten
vorstellen.
"Die in den Archiven gelagerten Dokumente sind ein einzigartiges
Zeugnis über das dunkle Kapitel in der Vergangenheit. Hinter jedem
Dokument steht ein persönliches Schicksal und ein Name, der den
detailliert aufgeschriebenen Leiden ein Gesicht gibt. Der
Internationale Suchdienst ist ein lebendiges Mahnmal, das für die
Nachwelt erhalten bleiben muss - damit sich die Geschichte nicht
wiederholt", fordert Meister.
Pressegespräch
Am Dienstag, den 15. Mai 07, um 16 Uhr im Het Bethanienklooster
Barndesteeg 6B 1012 BV Amsterdam.
Dort werden Ihnen die Ergebnisse der Jahresversammlung
vorgestellt. Interviewpartner stehen zur Verfügung.
Über den Internationalen Suchdienst
Der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen (ISD) dient Opfern
der Naziverfolgung und deren Angehörigen, indem er ihr Schicksal mit
Hilfe seiner Archive dokumentiert. Der ITS bewahrt diese historischen
Zeugnisse und macht sie der Forschung zugänglich.
Der ITS untersteht den elf Staaten des Internationalen Ausschusses
für den Internationalen Suchdienst (IA/ISD)*. Grundlage sind die
Bonner Verträge von 1955 und das Änderungsprotokoll von 2006. Im
Auftrag des Ausschusses wird der ITS vom Internationalen Komitee vom
Roten Kreuz (IKRK) geleitet und verwaltet.
*Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Israel, Italien,
Luxemburg, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA.
Originaltext: Internationaler Suchdienst
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65279
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Pressekontakt:
Iris Möker
Mobil: +49 172 211 78 31
182900 |
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