(ots) - Auf den ersten Blick überrascht es nicht, dass jetzt
in den Staatskassen wieder ein größeres Etatloch aufplatzt.
Verglichen mit den Ansätzen vom Frühsommer - der Konjunkturhimmel
schien sich damals lediglich leicht einzutrüben - peilt die Große
Koalition nun für 2009 eine Ausweitungweiter
Sat.1 zieht Start der neuen TV-Saison auf Juli vor / Neue Primetime-Programmierung / Schawinski: "Die zweite Halbzeit gehört uns"
(09.05.2006) (ots) - Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL
(www.dwdl.de) kündigt Sat.1- Geschäftsführer Roger Schawinski den
vorgezogenen Start seines Senders in die neue Fernsehsaison 2006/2007
an. Direkt nach der Fußball-Weltmeisterschaft will Sat.1 mit neuen
Formaten um die Gunst der Zuschauer kämpfen. In den ersten Monaten
des Jahres hatte der Berliner SenderMarktanteile verloren. Aber
Geschäftsführer Schawinski ist zuversichtlich: "Die zweite Halbzeit
gehört uns".
Im August will der Sender dann "mit einer großen Veränderung in
der Primetime-Aufstellung antreten", sagte Sat.1-Chef Schawinski dem
Medienmagazin DWDL und ergänzte: "Für mehrere Abende planen wir eine
komplett neue Ausrichtung.
Schon Ende Juni wird an zwei Abenden "Deal or no deal" starten:
Die Gameshow mit Guido Cantz soll zweimal die Woche um 20.15 Uhr auf
Sendung gehen. Eine dritte Staffel der Castingshow "Star Search" ist
trotz des RTL-Erfolgs mit "Deutschland sucht den Superstar" in der
nächsten Saison nicht geplant.
Im Bereich Serien setzt Sat.1 auf "Allein unter Bauern" mit
Christoph M. Ohrt als Lokalpolitiker in der Provinz und "Stadt, Land,
Mord", eine neue Krimi-Reihe vom Produzenten des "Bullen von Tölz".
Für Spannung soll auch der Event-Vierteiler "Blackout - Die
Erinnerung ist tödlich" und die Krimiserie "Die Spezialeinheit"
sorgen.
Telenovela-Fans bekommen ab Frühherbst neues Futter: Neben
"Verliebt in Berlin" startet eine zweite Telenovela am Vorabend.
Titel: "Schmetterlinge im Bauch". Über den Quotenerfolg von "Verliebt
in Berlin" freut sich Roger Schawinski unterdessen sehr: "Und ich
wage heute die Prognose, dass wir noch die 30 Prozent Marktanteil
sehen werden."
In "Wie die Wilden" leben deutsche Familien bei Naturvölkern im
Dschungel. Für den Sat.1-Chef ist dies aber keine klassische
Realityshow: "Der Unterschied liegt darin, dass bei 'Wie die Wilden'
keine künstlichen Situationen geschaffen werden, sondern zwei
unterschiedliche Realitäten aufeinandertreffen. Das ist eher Doku."
Das Medienmagazin DWDL ist der kostenfreie Branchendienst für die
deutsche Medienbranche und erscheint seit November 2001 täglich im
Internet unter www.dwdl.de. Dort finden Sie auch das gesamte
Wortlaut-Interview.