|
|
(15.10.2007) (ots) - Berlin. Künftig werden sich das BKK
System, das IKK-System, die DAK und weitere Ersatzkassen gemeinsam
den Herausforderungen im IT-Bereich der Sozialversicherung stellen.
Durch die nun unterschriebene Vereinbarung zur Gründung einer
IT-Allianz werden die Weichen gestellt, um den größten Anbieter von
kompletten IT-Lösungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
zu etablieren. Mit dieser IT-Allianz werden einerseits deutliche
Synergiegewinne erzielt, andererseits stellen sich die Beteiligten
auf die neuen Entwicklungen der IT-Strukturen in der
Sozialversicherung ein, die einzelne Kassen nicht allein bewältigen
könnten.
Die IT-Allianz wird die Softwareentwicklung, den Betrieb, d. h.
die Rechenzentren, die Fachberatung und das Datenclearing für ca. 220
Krankenkassen mit 26 Millionen Versicherten und einem Marktanteil von
rund 40 Prozent in der GKV übernehmen. "Mit der IT-Allianz geht der
größte kassenartenübergreifende Full-Service-Dienstleister im
IT-Bereich der GKV an den Start. Wenn im Januar 2008 die operative
Arbeit der IT-Allianz beginnt, erwarten wir für das erste Jahr einen
Umsatz von rund 300 Millionen Euro, der von über 1.000 Mitarbeitern
erarbeitet werden wird", so Wolfgang Schmeinck, Vorstandsvorsitzender
des BKK Bundes-verbandes.
"Die IT-Allianz wird Vorteile bei Qualität und Innovation sowie
positive wirtschaftliche Folgen für jeden einzelnen Beteiligten mit
sich bringen. Insgesamt werden ab 2012 - nach Abschluss des
Konsolidierungsprozesses - konservativ gerechnet Synergien im Wert
von rund 32 Millionen Euro (ca. 12,5 Prozent des gesamten
Ausgabenvolumens) pro Jahr erwartet. In der Regel wird bei
Zusammenschlüssen dieser Art von mindestens 20 Prozent Einsparungen
ausgegangen. Erste Synergien, z. B. im Bereich Netzwerke oder
Lizenzmanagement, erwarten wir bereits im kommenden Jahr", sagte
Claus Moldenhauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DAK.
"Mit diesem kraftvollen IT-Dienstleister sind wir nicht nur den
Aufgaben von heute gewachsen. Wir sind aufgestellt, um weitergehende
Herausforderungen bewältigen zu können", machte Rolf Stuppardt
deutlich. "Die elektronische Gesundheitskarte wird den IT-Markt und
die Herausforderungen für die Kassen revolutionieren. Der notwendige
24 Stunden Betrieb, die vorgeschriebene Ausfallsicherheit von 99,9
Prozent sind extrem personal- und auch kostenintensiv. Allein ist
dies nicht zu stemmen."
Die IT-Allianz soll bis zum 1. Januar 2008 als "Management Holding
GmbH" gegründet wer-den. Als Projektleiter wurde von den Eigentümern
der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des IKK-Bundesverbandes,
Gernot Kiefer, bestimmt. Dieser wird in den nächsten Wochen in acht
bis neun Teilprojekten die letzten Voraussetzungen schaffen, um den
Zusammenschluss der einzelnen Beteiligten und Gesellschaften zu
ermöglichen. Das umfassende Angebot der IT-Allianz richtet sich auch
an Krankenkassen und andere Einrichtungen in der Sozialversicherung,
die beim Start noch nicht dabei sind.
Beteiligte der IT-Allianz sind: ISKV GmbH, ISC West eG, GSKV GmbH,
IT der DAK und das IKK ISC. Der BKK Bundesverband und der
IKK-Bundesverband haben ihre Beteiligung an der IT-Allianz
beschlossen. Die konkrete Form und der Umfang, in der ihre bisherigen
IT-Funktionalitäten eingebracht werden, werden zurzeit definiert.
Originaltext: IKK Bundesverb. d. Innungskrankenkassen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7359
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7359.rss2
Pressekontakt:
Kontakt:
IKK-Bundesverband
Joachim Odenbach, Tel.: 02204 44-111
DAK
Jörg Bodanowitz, Tel.: 040 23962309
BKK Bundesverband
Florian Lanz, Tel.: 030 22312121
209993 |
|
|