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(17.12.2007) (ots) - Hattingen, 17. Dezember 2007 - Alexander Zinn,
Geschäftsführer beim Hattinger Netzwerkspezialist T & A Systeme,
wünscht sich für das kommende Jahr im Hinblick auf den viel
diskutierten IT-Fachkräftemangel in Deutschland ein Umdenken sowohl
in den Hochschulen, als auch bei den potenziellen Arbeitgebern und
den Kandidaten selbst. Dabei begrüßt er grundsätzlich die von
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem IT-Gipfel geäußerte Absicht,
primär auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zu setzen, bevor
neue Zuwanderer die vielen offenen Stellen besetzen. Nur mit dieser
Strategie ließe sich langfristig ein Erfolg erzielen. In diesem
Zusammenhang nimmt Alexander Zinn auch sich selbst und seine Kollegen
aus anderen mittelständischen IT-Betrieben in die Pflicht:
"Arbeitgeber dürfen die Schuld nicht immer nur bei den
Bildungsträgern suchen, sondern sollten jungen Menschen selbst auch
eine Perspektive bieten. Sie müssen Studenten während und unmittelbar
nach der Ausbildung die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen zu
machen. Das bedeutet: Die Praktika sollten nach Möglichkeit eine
Dauer von mindestens drei bis sechs Monaten haben und die Kandidaten
mit vernünftigen Aufgaben versorgen. Häufig werden diese leider als
billige Arbeitskräfte angesehen, die Frondienste abzuleisten haben
statt sich mit verantwortungsvollen Aufgaben beschäftigen zu
können."
Darüber hinaus sollte aber auch der Bildungsträger darauf achten,
dass den Studenten genügend Freiraum eingeräumt wird, damit sie diese
Praxiszeiten absolvieren können. Im Grundsatz begrüßt Alexander Zinn
dabei die aktuelle Entwicklung: "Hier ist durchaus eine positive
Tendenz zu erkennen, die es aber möglichst rasch noch auszubauen
gilt." Außerdem sollten die Lehrpläne dahingehend überdacht werden,
dass künftig im Unterricht oder in der Vorlesung der Stoff vermittelt
wird, der den heutigen Anforderungen in der Praxis auch gerecht wird.
"Natürlich stehe ich als Arbeitgeber in der Verantwortung, einem
neuen Mitarbeiter die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für
seine berufliche Tätigkeit zu vermitteln. Es kann aber nicht sein,
dass ich ihnen erst noch einfachstes Grundlagenwissen wie TCP/IP
sowie die Beherrschung von Betriebssystemen und
Infrastruktur-Produkten beibringen muss." Die Basiskenntnisse müsse
ein Bewerber schon mitbringen, wenn er beispielsweise bei T & A einen
erfolgreichen Berufsstart hinlegen möchte. Überdies sei es zwar
wichtig, dass Standard-Programme vermittelt werden, der
Berufsanfänger müsse aber auch lernen, in Prozessen zu denken. Der
schlechte Ruf der IT und der IT-Abteilungen ist letztlich
hausgemacht, da viel zu selten in Nutzen, Prozessen und für die
Anwender gehandelt wird. Das ist wie mit erfolgreicher Literatur: Der
Autor hat die Verantwortung, dass der Leser es verstehen kann - nicht
umgekehrt.
Der deutsche Mittelstand befinde sich in punkto Weiterbildung
dabei in einer ausgezeichneten Ausgangsposition, die es allerdings
auch auszuschöpfen gelte. "Gerade mittelständische Unternehmen haben
gegenüber den größeren und bekannten Konzernen den Vorteil, dass sie
schon den Berufsanfänger in Projekte einbinden und sich verstärkt um
ihn kümmern können. Durch den Austausch mit erfahrenen Kollegen
lernen sie direkt am praktischen Beispiel sehr schnell, worauf es
ankommt, um einen Kunden zufrieden zu stellen." Aus diesem Grund
wünscht sich Alexander Zinn, dass auch Professoren an den Hochschulen
vermehrt auf diesen Vorteil hinweisen, damit bei den Studenten das
Interesse an den Mittelständlern wieder wächst. Leider gäbe es noch
zu viele Lehrbeauftragte, die sich damit rühmen, dass ihre Studenten
in großen Firmen Karriere machen werden - "da brauchen wir uns nicht
zu wundern, wenn der Mittelstand keine geeigneten Bewerber findet."
Die Auszubildenden selbst sollten neben den rein fachlichen
Kenntnissen darauf achten, dass sie möglichst frühzeitig wissen, was
sie in der nahen beruflichen Zukunft machen möchten und die
Bereitschaft entwickeln, Verantwortung zu übernehmen. Nicht zu kurz
kommen dürfen daneben die so genannten "weichen" Faktoren wie gute
Umgangsformen und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz.
Einiges Kopfzerbrechen bereitet Alexander Zinn neben dem Problem
der Qualität auch das der Quantität. "Um die auf dem IT-Gipfel
kolportierten zwanzig- bis vierzigtausend offenen Stellen zu
besetzen, brauchen wir neue Konzepte, um junge Menschen wieder
vermehrt für IT-Berufe zu begeistern. Vorab lässt sich allerdings
schon sagen, dass sich in diesem Segment bei entsprechender Eignung
immer noch sehr viel Geld verdienen lässt - und das in einem sehr
sicheren Umfeld: Ohne eine gute Infrastruktur und zumindest teilweise
automatisierte Geschäftsprozesse kann heute kein Unternehmen mehr
vernünftig arbeiten. An dieser Tatsache wird sich auch künftig nichts
mehr ändern."
Der Netzwerkmanagement-Spezialist und Prozess-Integrator T&A
Systeme realisiert Analysen und Lösungen übergreifender
Problemsituationen im Bereich IT-Infrastrukturen. Die Kernkompetenzen
umfassen die Segmente Directories, Security sowie
Infrastruktur-Management. Neben Standard-Technologien führender
Hersteller setzt das Unternehmen mit NIAMS (Network Infrastructure
Analytics & Management System) auch eine eigene Software ein, die
eine komplette Routing-Analyse sowie ein herstellerneutrales
Device-Management bietet. Die konsequente Prozess-Orientierung und
Implementation von ITIL-Prozessen dient der Qualitätssicherung und
schließt Betriebs-, Service- und Support-Prozesse mit ein. 1994
gegründet, beschäftigt T&A Systeme zur Zeit 43 feste Mitarbeiter.
Originaltext: T&A Systeme
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Hattingen,
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