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(23.12.2007) (ots) - Die Zahl der in Experimenten eingesetzten Tiere ist
auch im Jahr 2006 weiterhin angestiegen. Dies geht aus den soeben vom
Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Zahlen hervor.
Danach wurden im vergangenen Jahr 2.518.267 Tiere in Versuchen
verwendet. Gegenüber 2005 ist die Gesamtzahl der Tiere um 4,4 Prozent
gestiegen; dies entspricht 105.589 Tieren. Für den Bundesverband
Menschen für Tierrechte steht das im krassen Widerspruch zu den
Aussagen des Koalitionsvertrages der Bundesregierung.
CDU/CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag selbst zum Ziel
gesetzt, Ersatzmethoden zum Tierversuch zügig weiterzuentwickeln.
Laut Bundesverband ist der Anstieg der in Experimenten eingesetzten
Tiere damit nicht zu vereinbaren. Immer noch würden fast 20 Prozent
der Tiere für Giftigkeitsprüfungen oder Qualitätskontrollen
eingesetzt. Gerade hier sei das Potenzial der tierversuchsfreien
Alternativen nicht ausgeschöpft worden. Dies bedeute den meist
qualvollen Tod Hunderttausender Tiere.
Die Anzahl der eingesetzten Fische hat sich mehr als verdoppelt
und betrug 2006 über 220.000. Ein Anstieg ist ebenfalls im Bereich
der Gentechnik zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden knapp
400.000 genmanipulierte Tiere in Versuchen eingesetzt, fast 40.000
mehr als in 2005. Nach Angaben des Bundesverbandes sei hier in den
nächsten Jahren eine weitere Zunahme zu befürchten, da in diesen
Forschungsbereich - trotz bislang eher magerer Ergebnisse für die
therapeutische Anwendung am Menschen - große Erwartungen gesetzt
werden.
Immer noch werden auch Affen in Tierversuchen eingesetzt. Ihre
Zahl ist zwar um 254 gesunken, beträgt aber immer noch 1.851 Tiere.
"Erst im September hat sich die Mehrheit der EU-Parlamentarier gegen
Versuche an Affen und für den Einsatz tierversuchsfreier Verfahren
ausgesprochen", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes.
"Schon allein die Haltung unserer biologisch nächsten Verwandten im
Labor ist extrem tierquälerisch. Affenversuche müssen
schnellstmöglich verboten werden."
Originaltext: Bundesverband Menschen für Tierrechte
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