ots.Audio: Immobilien-Zwangsversteigerungen weiter auf hohem Niveau: ARGETRA-Jahresbericht zeigt gebremste Zunahme im Osten / Bessere Chancen für Kaufinteressenten

(06.01.2008) (ots) -



Anmoderationsvorschlag: Häuser, Wohnungen, Gewerbeobjekte, Grundstücke - exakt 91.788 Immobilien sind 2007 an den deutschen Amtsgerichten unter den Hammer gekommen. Rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der ARGETRA GmbH, die monatlich den Versteigerungskalender herausgibt, der alle Zwangsversteigerungstermine bundesweit erfasst. ARGETRA-Geschäftsführer Winfried Aufterbeck:

Aufterbeck (0:28): Bei den Zwangsversteigerungen bleiben wir auch weiterhin auf hohem Niveau. Aber eine Veränderung ist ganz bemerkenswert, nämlich, die neuen Länder sind in der Zunahme nicht mehr die Spitzenreiter. Es gibt zwar in den neuen Ländern immer noch ne Menge zu versteigernder Immobilien. Aber diese explosionsartige Zunahme ist Gott sei Dank gestoppt. Beispielsweise, wir haben in Sachsen ein Minus von 11% in den Verfahren bei den Amtsgerichten.

Eine längst fällige Marktbereinigung, sagt der Versteigerungs-Experte.

Aufterbeck (0:11): Das heißt also, Objekte, die mehrfach in der Zwangsversteigerung angeboten worden waren, wurden aus den Verfahren herausgenommen, weil sie einfach nicht abzusetzen waren.

Etwas anders die Entwicklung im Westen:

Aufterbeck (0:15): Dagegen haben wir in einigen der alten Länder ganz kräftig zugelegt. Beispielsweise im Saarland, da haben wir ein Plus von 12,1% und in Hessen sind es auch mehr als 10% Zunahme an Terminen.

Viele Immobilien unterm Hammer finden nur schwer neue Eigentümer. Das hat Auswirkungen. Die amtlich festgesetzten Verkehrswerte, die Basis für die Gebote, gehen runter. Kaufinteressenten aufgepasst!

Aufterbeck (0:10): Eine Immobilie, die im Vorjahr noch mit 100.000 Euro angesetzt worden war, ist dann im letzten Jahr nur mit 95.000 Euro in die Akte gegangen. Das ist einfach ne größere Chance, eine Immobilie sehr, sehr preiswert zu erwerben.

Die Zahl der Immobilien, die in Deutschland zur Zwangsversteigerung anstehen, ist und bleibt weiter hoch. Dafür sind die angesetzten Verkehrswerte gesunken. Winfried Aufterbeck von der ARGETRA GmbH, die den Versteigerungskalenders herausgibt, geht davon aus, dass diese Entwicklung auch in diesem Jahr weitergeht.

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