|
|
(22.01.2008) (ots) - Die Beschäftigten im Gesundheitswesen
sind seltener krank als der Durchschnitt aller Arbeitnehmer. Dies ist
das Ergebnis des ersten "IKK-Branchenreports Gesundheitswesen". Mit
3,2 Prozent war der Krankenstand deutlich niedrigerer als beim
Durchschnitt aller IKK-Pflichtversicherten (3,8 Prozent).
Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren seltener krank, und die
Krankheitsfälle dauerten kürzer als im IKK-Durchschnitt. Im Ergebnis
kamen sie durchschnittlich auf 11,8 krankheitsbedingte Fehltage im
Jahr 2006, das sind 2,2 Tage bzw. 16 Prozent weniger Fehltage als der
Durchschnitt aller IKK-Pflichtversicherten.
Anders als bisher wurde die Untersuchung nicht mehr auf eine
Berufsgruppe bezogen, sondern über eine gesamte Branche hinweg
erhoben. Die Daten von 108.000 Beschäftigten in Gesundheitsberufen
wurden dazu ausgewertet.
Tabelle: Arbeitsunfähigkeit bei den IKK-pflichtversicherten
Beschäftigten im Gesundheitswesen 2006
AU-Fälle/ Falldauer AU-Quote Fehltage/
100 (Tage) Person
Gesundheitswesen 112,3 10,5 52,4 11,8
IKK gesamt 119,3 11,8 54,6 14,0
Dabei sind die Unterschiede innerhalb der Branche gravierend. So
sind beispielsweise Krankenschwestern und Krankenpfleger mit einem
Krankenstand von 4,4 Prozent überdurchschnittlich stark belastet, die
Ärzte dagegen werden deutlich seltener krank geschrieben und liegen
mit ihrem Krankenstand von 1,4 Prozent weit unter dem
Branchendurchschnitt von 3,2 Prozent.
Erstmalig wurden im Branchenreport die Ergebnisse zur
Arbeitsunfähigkeit durch die Auswertung der Arzneimittelverordnungen
ergänzt. Dabei zeigt sich, dass die vergleichsweise niedrige
Erkrankungs-Quote (AU-Quote) im Gesundheitswesen mit einem erhöhten
Anteil an Arzneimittelverordnungen einhergeht. So war der Anteil der
Beschäftigten, die 2006 mindestens einmal arbeitsunfähig gemeldet
waren, im Gesundheitswesen mit 52,4 Prozent niedriger als im
IKK-Durchschnitt (54,6 Prozent). Nimmt man allerdings den Anteil der
Personen dazu, die zwar nicht krank geschrieben waren, dafür aber
Arzneimittel verordnet bekommen haben, so kommen die IKK-Versicherten
im Gesundheitswesen auf einen höheren Wert als die IKK-Versicherten
insgesamt (79,6 Prozent, im Vergleich zu 76,2 Prozent).
"Der neue Branchenreport auch für Betriebe, die außerhalb des
Handwerks tätig sind, ist eine deutliche Erweiterung und Verbesserung
unseres Angebotes in der Gesundheitsberichterstattung. Dadurch wird
es noch besser gelingen, zielgenauer notwendige Präventionsmaßnahmen
zu entwickeln", so Rolf Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des
IKK-Bundesverbands.
Der Branchenreport enthält detaillierte Angaben zur
Gesundheitssituation der Beschäftigten im Gesundheitswesen und
erlaubt einen Vergleich zwischen den verschiedenen
Gesundheitsberufen.
"Die ersten Hochrechnungen für 2007, auf Basis der ersten drei
Quartale, zeigen sowohl für die Branche Gesundheit als auch für alle
Beschäftigten eine Stagnation des Krankenstandes", so Stuppardt. In
den Jahren zuvor war der Krankenstand sechs Jahre in Folge gesunken.
Datenbasis des IKK-Branchenreports sind die
Arbeitsunfähigkeitsdaten von gut 108.000 IKK-Versicherten, die 2006
im Gesundheitswesen beschäftigt waren. Der neunseitige
IKK-Branchenreport ist Teil der überbetrieblichen
Gesundheitsberichterstattung im IKK-System und soll wie die bereits
seit längerem bereitgestellten Berufsreports künftig standardmäßig -
auch für weitere für das IKK-System relevante Wirtschaftszweige -
erstellt und im Internet zur Verfügung gestellt werden. Zielgruppe
für diesen Berichtstyp sind vor allem Betriebe außerhalb des
Handwerks, für die eine eigene betriebsbezogene Berichterstattung
aufgrund einer zu geringen Betriebsgröße nicht in Frage kommt.
Der IKK-Branchenreport kann kostenlos unter http://www.ikk.de/ikk/
generator/ikk/fuer-arbeitgeber/gesundheits-management-im-betrieb/3878
,i=l.html
heruntergeladen werden.
- Sie finden diese Pressemitteilung auch unter www.ikk.de -
Originaltext: IKK Bundesverb. d. Innungskrankenkassen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7359
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7359.rss2
Pressekontakt:
Kontakt:
IKK Bundesverband
Pressesprecher: Joachim Odenbach
Tel.: (02204) 44-111
Fax: (02204) 44-455
e-mail: joachim.odenbach@bv.ikk.de
227325 |
|
|