Rheinische Post: Saarlands Ministerpräsident Müller fordert sofortige Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
(ots) - Der saarländische Ministerpräsident Peter
Müller (CDU) hat die Rücknahme der Kürzungen bei der Pendlerpauschale
gefordert. "Ich bin für die Rückkehr zur alten Regelung bei der
Pendlerpauschale", sagte Müller der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post"weiter
Morbus Parkinson: Oft unerkannt - meist unbekannt / Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag / Frühsymptome der Parkinson-Krankheit werden von Ärzten oft übersehen
(09.04.2008) (ots) - Rund 300.000 Menschen in Deutschland leben mit
Morbus Parkinson. Pro Jahr kommen zirka 20.000 Neuerkrankungen hinzu.
Die Zahl der tatsächlich Betroffenen wird von Experten weit höher
geschätzt. Der Grund: Parkinson beginnt schleichend und kann über
Jahre unspezifische Symptome aufweisen.
Die meisten Parkinson-Erkrankungen werden erst im mittleren
Krankheitsstadium erkannt. Erst dann nämlich, wenn Parkinson-typische
Bewegungsstörungen wie Zittern (Tremor) oder Muskelsteifigkeit
(Rigor) auftreten. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Beschwerden meist
unspezifisch und für die Betroffenen wie für den Allgemeinarzt nur
schwer zu erkennen. Bei einer frühzeitigen Diagnose kann das
Fortschreiten dieser degenerativen Nervenerkrankung jedoch durch eine
geeignete Therapie deutlich verlangsamt werden. Deshalb macht die
Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. anlässlich des
Welt-Parkinson-Tages am 11. April in einer bundesweiten
Aufklärungsaktion auf die große Bedeutung der Früherkennung
aufmerksam.
"Mit der Aktion wollen wir die Wahrnehmung für eine beginnende
Erkrankung schärfen", so Geschäftsführer der dPV, Friedrich Wilhelm
Mehrhoff. "Und zwar besonders in der Familie und im Freundeskreis, am
Arbeitsplatz und bei Kollegen, eben dort, wo jeder von uns im Alltag
die meiste Zeit verbringt". Auch wenn Parkinson bislang nicht heilbar
sei, bei einer frühen Diagnose und Therapie können Lebensqualität und
Alltagskompetenz deutlich länger erhalten werden, so Mehrhoff. Eine
Früherkennung ist auch deshalb besonders wichtig, weil die Häufigkeit
von Morbus Parkinson bei Menschen unter 40 Jahren zunimmt. Für diese
Betroffenen ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Berufstätigkeit
noch viele Jahre ohne wesentliche Einschränkungen fortführen zu
können.
Parkinson entsteht durch eine beschleunigte, kontinuierliche
Rückbildung wichtiger Nervenzellen im Gehirn, die für die Herstellung
des Neurotransmitters Dopamin verantwortlich sind. Zu den bekannten
Symptomen kommt es, wenn schon etwa 60 bis 70 Prozent der
Dopamin-produzierenden Nervenzellen zerstört sind. Doch bereits weit
vorher geben definierte Beschwerden Hinweise auf eine mögliche
Parkinson-Erkrankung.
So registrieren Betroffene zu Krankheitsbeginn oft häufige
Schmerzen im Nacken-Gürtel-Schulter-Bereich oder eine gewisse
Bewegungsverlangsamung und Steifigkeit. Eine diskrete Veränderung im
Gangbild oder der Körperhaltung wie auch Veränderungen der Mimik oder
der Handschrift können auf die Krankheit hinweisen. Etwa 20 Prozent
aller Parkinson-Betroffenen leiden bei Krankheitsbeginn an einer
Depression, an "innerer Unruhe" oder Schlafproblemen. Symptome, die
zunächst eher auf einen anstrengenden und fordernden Alltag
zurückgeführt werden.
Morbus Parkinson gehört neben Alzheimer und Demenz zu den
häufigsten degenerativen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems.
Fragen beantwortet der dPV Bundesverband unter Telefon 01805-19 19
09. Dort können auch kostenfreie Broschüren und eine Checkliste zum
(Selbst-)Test angefordert werden.
Die dPV ist 1981 als unabhängige und gemeinnützige
Selbsthilfeorganisation für Parkinson Patienten und deren Angehörige
gegründet worden und zählt heute rund 25.000 Mitglieder.
Originaltext: Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.
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