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(16.05.2008) (ots) - Video- und Computerspiele sind gefragter als je
zuvor. Aktuellen Studien zufolge soll der Umsatz mit Spielen für
Konsolen, PCs, Mobiltelefone und anderen portablen Geräten in
Deutschland in den kommenden Jahren jährlich um fast zehn Prozent
steigen. Fast jeder zweite Jugendliche besitzt bereits eine
stationäre Spielkonsole, mehr als jeder dritte Jungendliche kann
bereits unterwegs spielen. Auch haben längst die älteren Generationen
elektronische Spiele, also Games, entdeckt, beispielsweise die so
genannten Serious Games. Deshalb gehört das Thema Games auch beim
Internationalen Konvergenzkongress des 20. medienforum.nrw zu den
Schwerpunkten.
Wegen der wachsenden Bedeutung des Games-Bereiches wird bereits
zum Auftakt des Internationalen Konvergenzkongresses am 11. Juni ein
Spitzenmanager der Branche auf dem Podium des 20. medienforum.nrw
sitzen: Der neue EA-Deutschland-Geschäftsführer Dr. Olaf Coenen soll
in einer Expertenrunde - unter anderem mit Managern von Microsoft,
Google und Bertelsmann - über Möglichkeiten und Grenzen der digitalen
Ökonomie diskutieren.
Weitere Games-Panel des 20. medienforum.nrw beschäftigen sich am
11. Juni in der Koelnmesse mit den Themen Jugendmedienschutz und
Datenschutz. Das Thema "Vom Wert guter Regeln in Theorie und Praxis"
steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit
dem Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) und dem
Medienkompetenz-Portal klicksafe* angeboten wird. Dabei werden
Medienrechtler und Jugendschutz-Verantwortliche auch die Frage
erörtern, ob Handy- und Online-Spiele in den für die Überwachung von
Spielen allgemein geltenden Rahmen oder in das Kontrollsystem für
Telemedien einzubeziehen sind. An der Diskussion beteiligen sich
unter anderen Annette Kümmel vom Vorstand der Freiwilligen
Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Jürgen Schattmann, Leiter des
Referats für Kinder- und Jugendschutz des nordrhein-westfälischen
Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration.
Social Communities - egal ob als "reinrassiges" Web 2.0 oder als
Bestandteil von virtuellen Spielewelten - weisen in Bezug auf den
Datenschutz noch immer zahlreiche Risiken auf, die der ehemalige
Bundesinnenminister Gerhart Baum in einer Keynote mit dem Titel "Vom
Wert der Daten" aufzeigen wird. Lange war die Furcht vor einem
"gläsernen Menschen" groß, doch offenbar unbeeindruckt davon wächst
die Freude der Jugendlichen, sich in Social Networks ausführlich und
selbstverständlich darzustellen. Die Preisgabe von persönlichen
Angaben ist dabei für viele längst kein Schreckensbild mehr, sondern
oft Voraussetzung dafür, dass die Kommunikation funktioniert und
Vernetzung tatsächlich geschieht. Welche Regeln gelten dabei, wer
sorgt dafür, dass sie eingehalten werden? Oder müssen die alten
Regeln den neuen Umständen angepasst werden? Sind die etablierten
Werte nicht mehr jene der jungen Generation?
Wer investiert, will Ertrag. Wer sich registriert, möchte
Vernetzung, Austausch und Kommunikation. Passen diese beiden
Zielvorstellungen zusammen? Können gesellschaftliche Werte wie
informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz und Datensicherheit
garantiert werden, wenn Social Communities unter dem Druck hoher
Investitionskosten Modelle der Refinanzierung suchen? Diese Fragen
werden unter anderen von jugendschutz.net-Leiter Friedemann
Schindler, von Jay Stevens, Vice President Sales Operations bei
MySpace Europe, von Lokalisten.de-Gründer Dr. Peter Wehner und von
Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien
Nordrhein-Westfalen (LfM), sowie dem Datenschutz-Aktivisten Padelun
(FoeBuD e.V.) diskutiert. Moderiert wird die klicksafe-Veranstaltung
von Wolfgang Blau, dem neuen Chefredakteur von Zeit online.
klicksafe setzt mit der Präsenz beim renommierten Medienkongress
medienforum.nrw und dem hochrangig besetzen Panel seine Informations-
und Aufklärungsarbeit in Sachen Social Communities fort. Prof. Dr.
Norbert Schneider, als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW auch
Konsortiumspartner von klicksafe: "Wir müssen darauf achten, wie die
wirtschaftlichen Zielvorstellungen der Unternehmen mit zentralen
gesellschaftlichen Werten in Einklang zu bringen sind. Dafür sind
Austausch und Kommunikation zwischen den Partnern die Voraussetzung."
Video- und Computerspiele müssen kein Selbstzweck sein, sondern
können auch Informationen und Wissen vermitteln. Auch dafür werden im
Rahmen des 20. medienforum.nrw Beispiele präsentiert. Harald Hesse,
Chefredakteur des Magazins GamesMarkt, wird am 11. Juni gleich zwei
entsprechende Panels moderieren. Zum Thema "Spiele und Nachrichten.
Unterhaltung mit Mehrwert" soll dabei ausgelotet werden, ob und wie
Games zum Medium für seriöse Information werden können. Das Panel
"Social Learning, Games und E-Learning" erörtert den Wert von Games
für das Lernen. Beide Veranstaltungen sind hochkarätig besetzt: Zu
den Experten auf dem Podium zählen Thomas Krüger, Präsident der
Bundeszentrale für politische Bildung, Jörg Sadrozinski,
Redaktionsleiter von tagesschau.de, Frank Syré, Chefredakteur von
zoomer.de sowie die Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michael Kerres
von der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Müller-Lietzkow von
der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ergänzt wird das Games-Kongressangebot des 20. medienforum.nrw
durch eine spannende Diskussion zum Thema "Virtuelle Welten: Der
zweite Blick auf das zweite Leben". Der "Hype" um Second Life ist
inzwischen zwar Vergangenheit. Dennoch faszinieren virtuelle Welten
noch immer zahlreiche Entwickler und Wissenschaftler, die über neue
Online-Bedienoberflächen nachdenken. Einblicke in entsprechende
Visionen und Pläne geben beim Internationalen Konvergenzkongress
Burckhardt Bonello, Geschäftführer von sMeet Communications, Dr.
Andreas Lober, Rechtsanwalt/Partner der Kanzlei Schulte Riesenkampff,
Dirk Martens, Geschäftsführer von House of Research, und Michael
Rowe, 3D-Internet-Manager/Projektleiter "Intraverse" der Research
Group.
Bereits am 10. Juni wird sich im Rahmen des medienforum.nrw auch
der 15. Transatlantische Dialog mit Fragen beschäftigen, die für die
Games-Branche relevant sind (gesonderte Einladung erforderlich).
Unter dem Titel "Labeling von Online Games im Web 2.0" suchen
Experten nach einem international validen Ansatz zur Kennzeichnung
von Online-Games. Eingeladen wurden unter anderen der Leiter eContent
und Safer Internet der Generaldirektion Informationsgesellschaft und
Medien bei der Europäischen Kommission, Richard Swetenham, die
britische Psychologin und BBC-Moderatorin Dr. Tanya Byron sowie der
New Yorker Medienberater Dr. Arthur Pober.
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* Die Initiative klicksafe ist ein Projekt im Rahmen des "Safer
Internet Programme" der Europäischen Union. Es wird von einem von der
Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz
koordinierten Konsortium getragen. Diesem gehören außer der LMK, die
Landesanstalt für Medien NRW (LfM) sowie die ecmc Europäisches
Zentrum für Medienkompetenz GmbH an.
Originaltext: medienforum nrw
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/17162
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Pressekontakt:
LfM Nova GmbH
Pressesprecherin: Susanne Land
email: sland@lfm-nova.de
Tel. 0211 - 77 00 7- 118
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