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(16.05.2008) (ots) - Berlin - In der vom Verfassungsschutz als äußerst
gewalttätig eingestuften Neonazi-Fraktion der "autonomen
Nationalisten", die den linken Autonomen nacheifert, bildet sich
offenbar eine besonders bizarre Gruppierung. Im Internet haben am
Donnerstag "Nationale Sozialisten für Israel" eine Art Manifest
präsentiert, in dem mit rassistischem Vokabular die Juden als
"gesundes und starkes Volk" gefeiert werden. Außerdem habe es in der
Diaspora erfolgreich seine "völkische Identität gewahrt". Der Text,
kombiniert mit dem Bild einer schwarz-weiß-roten Reichsfahne, in die
ein Davidstern montiert wurde, ruft in der rechten Szene
erwartungsgemäß heftige , oft krass antijüdische Reaktionen hervor.
Außerdem wird der Verdacht geäußert, es handele sich um ein "Fake".
Verfassungsschutzkreise schließen jedoch nicht aus, dass der Text von
Rechtsextremisten stammt.
Dazu passt, dass die anonymen Autoren ähnliche Parolen
präsentieren wie Neonazis beim Thema Ausländer. Die "Nationalen
Sozialisten für Israel" sind, auch mit antisemitischen Tönen, gegen
die "Vermischung" der Völker und wollen homogene Nationen. Der so
genannte Ethnopluralismus ist eine Standardformel des rechten
Spektrums. Deshalb finden sich nun in Neonazi-Foren auch Stimmen, die
den "Nationalen Sozialisten für Israel" beipflichten. "Der deutsche
Nationalismus muss sich endlich vom dogmatischen Antisemitismus
befreien", schrieb ein Rechtsextremist auf der Altermedia-Homepage.
Ein anderer verwies auf Parallelen zu den links-autonomen
"Antideutschen", die pro Kommunismus, USA und Israel agitieren.
Die Informationen stehen Ihnen bei Nennung der Quelle Tagesspiegel
zur Verfügung.
Mit freundlichem Gruß,
Frank Jansen (Tel.: 030 - 26009 - 0)
Originaltext: Der Tagesspiegel
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