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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rolle des Staates



(ots) - Von Roland Koch war zuletzt nicht viel zu hören - und wenn, dann war das nicht gerade positiv. Gestern aber hat der geschäftsführende hessische Ministerpräsident einen Paukenschlag im positiven Sinne gelandet. In einem Interview lehnte Koch die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale rigoros ab und stellte weiter


Westfalenpost: Schamlos! Machtlos?

(16.05.2008) (ots) - Benzinpreis mal wieder auf Rekordniveau Von Martin Korte Wo liegt eigentlich die Schmerzgrenze? Sicher nicht bei 1,50 Euro. Denn dieses Limit ist jetzt überschritten, und zum Boykott der Tankstellen sind die Autofahrer bisher nicht in großer Zahl angetreten. Sie tanken weiter - weil sie es müssen. Gleichzeitig wiederholen Politiker und Automobilklubs stereotyp ihre Forderungen nach einer Senkung der Mineralölsteuer. Reiner Populismus, würden die Konzerne diese Entlastung doch sofort nutzen, um erneut an der Preisschraube zu drehen. Wer wissen will, wo sein Benzingeld verschwindet, sollte einen Blick in die blendenden Bilanzen der Ölmultis werfen und sich einen Bildband von Metropolen in erdölexportierenden Ländern zulegen. Die Profiteure des Energiehungers schwimmen im Geld. So schamlos Spekulanten und Produzenten die Preise in die Höhe treiben, so machtlos stehen die Verbraucher diesem Handeln gegenüber. Bis Autos mit alternativen Antriebskonzepten zu erschwinglichen Preisen von den Fließbändern rollen, werden noch gut zehn Jahre vergehen. Vorher werden Inder und Chinesen mit ihren Tatas und anderen 2500-Euro-Autos einen enormen Benzindurst bekommen und die Preise weiter in die Höhe treiben. Uns bleibt nur eine Alternative: weniger fahren, spritsparender fahren, langsamer fahren. Die nächste Schmerzgrenze liegt bei zwei Euro. Und auch die werden wir bald erreichen - bestimmt früher, als es uns lieb ist. Ändern wird sich nichts. Wenn wir unser (Fahr-)Verhalten nicht ändern.

Originaltext: Westfalenpost Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58966 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58966.rss2

Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion Telefon: 02331/9174160

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