Akademisierung der Gesundheitsfachberufe: Logopäden begrüßen NRW-Vorstoß - Bundesrat entscheidet am 23. Mai über Gesetzesinitiative |
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| (21.05.2008) (ots) - "Der Deutsche Bundesverband für Logopädie begrüßt
die Bundesratsinitiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung
zur Erprobung akademischer Ausbildungen im Bereich der
Gesundheitsfachberufe", sagte die Präsidentin des Deutschen
Bundesverbandes für Logopädie (dbl), Dr. Monika Rausch, anlässlich
des 37. dbl-Jahreskongresses heute vor der Presse in Aachen. "Dies
wäre für die Logopädie ein erster Schritt zu einer im europäischen
Vergleich zukunftstauglichen Ausbildung", betonte Rausch. In zwei
Tagen, am 23. Mai, wird der Bundesrat darüber entscheiden, ob er sich
dem nordrhein-westfälischen Vorstoß mehrheitlich anschließt. "Dabei
muss den Ländern klar sein: Eine qualitativ hochwertige Diagnostik
und Therapie von Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und
Schluckstörungen ist nur zu haben, wenn die LogopädInnen ihr
interdisziplinär angelegtes Berufsfeld auf wissenschaftlicher
Grundlage weiterentwickeln können", mahnte Rausch. Sollte der Bundesrat sich hinter den Gesetzentwurf stellen, was angesichts der Empfehlungen der beteiligten Ausschüsse im Wesentlichen erwartet werden könne, komme es darauf an, dass auch der Bundestag dem Vorhaben zustimmt, so die dbl-Präsidentin. Darüber hinaus hänge die Frage, ob eine solche Erprobungsklausel die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann auch davon ab, wie diese in der Praxis umgesetzt werde, gab Rausch zu bedenken. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) ist der Berufs- und Fachverband der selbständigen und angestellten Logopädinnen und Logopäden mit ca. 10.000 Mitgliedern. Er setzt sich seit über 20 Jahren vehement für eine grundständige akademische Logopädenausbildung ein, wie sie in den europäischen Nachbarländern längst Standard ist. Hintergrund: Nordrhein-Westfalen hatte Mitte April eine Bundesratsinitiative zur Erprobung akademischer Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe beschlossen. Zur Begründung wies NRW-Gesundheitsminister Laumann darauf hin, dass das Gesundheitswesen immer komplexer und anspruchsvoller werde. Dadurch würden immer mehr Spezialisten nicht nur in den Arztberufen sondern auch in den nicht ärztlichen Heilberufen gesucht. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sowie die Gesundheitsminister der Länder hatten sich bereits im Sommer 2007 dafür ausgesprochen, akademische Ausbildungsgänge zu erproben. Bislang sind in diesen Berufen nach Fachschulausbildungen lediglich Weiterbildungsstudiengänge möglich. Die Länder konnten bisher lediglich in Pflegeberufen grundständige Modellstudiengänge durchführen. Die Bundesratsinitiative zielt darauf ab, dass der Bund diese Möglichkeiten auch für Hebammen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Rettungsassistenten schafft. Originaltext: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34356 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_34356.rss2 Pressekontakt: V.i.S.d.P.: Lucas Rosenthal, Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl), Weitere Informationen: dbl-Pressereferat, M. Feit, Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen Tel.: 02234/37953-27, Fax: 02234/37953-13, E-Mail: feit@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de Hinweis: Vom 21. bis 24. Mai 2008 erreichen Sie unsere Pressestelle in Aachen unter der Telefonnummer 0171/1428030. 250088 |
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