Sprachentwicklung: Logopädisches Know-how als gesellschaftliche Ressource nutzen |
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| (21.05.2008) (ots) - "Logopädisches Wissen wird in Deutschland bisher
viel zu selten für die Präventionsarbeit im Bereich der
Sprachentwicklung genutzt", darauf wies die Präsidentin des Deutschen
Bundesverbandes für Logopädie (dbl) Dr. Monika Rausch heute vor der
Presse in Aachen hin. "Logopäden sind nicht nur Experten für Sprach-
und Sprechstörungen. Die Grundlage ihrer Expertise bildet vielmehr
die detaillierte Kenntnis normaler physiologischer Funktionen und
Entwicklungen. Dieses Fachwissen über die verschiedenen Phasen der
Sprachentwicklung stellt unsere Berufsgruppe in unterschiedlichen
Formen gerne zur Verfügung", so Rausch. Insbesondere die Fähigkeit, bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt sprachauffällige Kinder von denjenigen zu unterscheiden, die eine medizinisch relevante Störung haben, zeichnet Logopäden aus. "Dass Kinder häufig erst im Einschulungsalter und damit viel zu spät zu einer notwendigen Sprachtherapie kommen hängt auch damit zusammmen, dass das logopädische Wissen über die Unterscheidung zwischen Förderbedarf und Therapiebedarf im frühen Kindesalter zu selten abgerufen wird", erklärte Rausch. Auch im Bereich der Sprachförderung, insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund, verfügen Logopäden über Wissenressourcen, die mit weit verbreiteten Vorurteilen aufräumen. "Eine stabile Muttersprache ist das beste Fundament für weitere Sprachen", so die dbl-Präsidentin. Der häufig gegebene Ratschlag an Eltern nicht deutscher Muttersprache, mit ihren Kindern unbedingt deutsch zu reden, obwohl sie die deutsche Sprache selbst nur bruchstückhaft beherrschen, gehe in die völlig falsche Richtung, so Rausch. Kontraproduktiv sei auch, den Eltern einzureden, dass die Förderung der Sprachentwicklung ihrer Kinder eine schwierige Angelegenheit sei. "Viele Eltern sind zutiefst verunsichert und haben Angst, alles falsch zu machen. Dabei weiss die interaktionistische Spracherwerbsforschung, dass Eltern in der Regel eine gute Intuition für die sprachlichen Bedürfnisse ihrer Kinder haben. Diese gilt es zu stärken", fordert die dbl-Präsidentin. Monika Rausch wies darauf hin, dass der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) als Berufs- und Fachverband von 10.000 niedergelassenen und angestellten Logopäden sich im Nationalen Integrationsplan verpflichtet habe, an der Elternberatung zur Sprachentwicklung mitzuwirken. "Dieses Versprechen haben wir durch frei zugängliches, umfassendes Informationsmaterial, durch eine dreisprachige, interaktive Wanderausstellung zur Sprachentwicklung und Sprachförderung sowie durch die Entwicklung eines logopädisch fundierten Sprachförderkonzeptes für den Alltag in Familien ud Kindertagesstätten eingelöst und freuen uns, wenn die zuständigen Stellen in den Ländern und Kommunen darauf zurückgreifen", so dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch. Originaltext: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34356 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_34356.rss2 Pressekontakt: V.i.S.d.P.: Lucas Rosenthal, Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl), Weitere Informationen: dbl-Pressereferat, M. Feit, Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen Tel.: 02234/37953-27, Fax: 02234/37953-13, E-Mail: feit@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de Hinweis: Vom 21. bis 24. Mai 2008 erreichen Sie unsere Pressestelle in Aachen unter der Telefonnummer 0171/1428030. 250101 |
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