Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Sarkozy |
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| (09.06.2008) (ots) - Nicolas Sarkozy nennt Angela Merkel gern eine
Freundin. Doch dieser Schein trügt. Im deutsch-französischen
Verhältnis knirscht es noch immer. Insbesondere im Abgasstreit um die
CO2-Auflagen für Autos waren die Fronten verhärtet. Allerdings nur
bis gestern. Wieder einmal brachte es der umtriebige französische
Präsident fertig, seine bisherige Haltung ad acta zu legen und sich
kompromissbereit zu zeigen. Denn Sarkozy hat großes Interesse daran,
ohne Streit mit Deutschland im Juli die EU-Ratspräsidentschaft zu
übernehmen. Er hat erkannt, dass er ohne Unterstützung Merkels nicht
die politischen Erfolge feiern kann, die er auf EU-Ebene anstrebt.
Sein Lieblingskind, die Mittelmeer-Union, nimmt dabei eine zentrale
Rolle ein. Er braucht diese Erfolge angesichts der schwierigen
Reformvorhaben im eigenen Land, die seine Umfragewerte in den Keller
sacken ließen.
Die Volksbefragung in Irland am Donnerstag zum neuen EU-Vertrag
könnte jedoch alle Träume Sarkozys jäh beenden. Denn sollte diese
Abstimmung schief gehen und der zweite Anlauf zur EU-Reform damit
faktisch gescheitert sein, kämen andere Herausforderungen auf Sarkozy
zu. Dann wäre Krisenmanagement angesagt. Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2 Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Für die Nachricht "Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Sarkozy" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / 254170 |
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