ARD-Vorsitzender Raff wirbt beim 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag für eine flexible Verweildauerregelung im Internet - "Wir sollten den Nutzern den größten möglichen Mehrwert bieten können!

(17.06.2008) (ots) - Die ARD hofft beim 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag auf eine Verweildauerregelung für Online-Angebote, die es den Nutzern ermöglicht, möglichst viele Inhalte auch langfristig abrufen zu können. Bei Angeboten aus den Bereichen Bildung, Kultur und Information, so der ARD-Vorsitzende Fritz Raff, sei zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Nutzer Inhalte, für die er Gebühren bezahlt habe, nur kurzfristig nutzen können soll. "Gerade jungen Nutzern, die zum Beispiel Material für Referate im Internet suchen, könnten die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, dauerhaft nützen. Denn wir haben Inhalte, die wir nicht interessengeleitet präsentieren, sondern um ihres Informationswertes willen. Hier können sich die Menschen auf Seriosität verlassen. Und deshalb sollten wir den Nutzen den größten möglichen Mehrwert für ihre Gebühren bieten können."

Bei Sportinhalten zeigte sich der ARD-Vorsitzende bei der Verweildauer im Internet gesprächsbereit, wies aber besonders darauf hin, dass es ordnungspolitisch schwerer verständlich sei, dass Fußball oder Olympische Spiele im Fernsehen nicht dem Pay-TV ausgeliefert werden sollen, im World Wide Web aber genau das der Fall sein soll. Außerdem werfe man der ARD einerseits immer vor, sie erreiche die Jugend nicht, will ihr aber andererseits verbieten, die Angebote zu machen, für die junge Menschen sich interessieren. Vielleicht sei hier ja noch Bewegung seitens der Politik möglich.

Beim Themenfeld Unterhaltung unterstrich der ARD-Vorsitzende erneut seine Position, dass diese eine unverzichtbare Säule des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei und zum Grundversorgungsauftrag gehöre. Fritz Raff sagte: "Bildung, Kultur, Information und Unterhaltung gehören auch im Netz untrennbar zusammen. Unsere Online-Angebote sind keine Nischenangebote. Wir wollen unserer Integrationsfunktion auch im Netz gerecht werden. Dabei wird sich bald herausstellen, dass Verleger und Rundfunkanstalten mehr verbindet als trennt."

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