Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Suspendierung vom Prof. Christoph Broelschs |
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| (24.06.2008) (ots) - Ausgerechnet Forschungsminister Andreas
Pinkwart! Der FDP-Mann war der erste, der im Mai vergangenen Jahres
die Suspendierung Prof. Christoph Broelschs gefordert hatte, weil die
Staatsanwaltschaft gegen den Chirurgen ermittelte. Erst hatte sich
die Uni Essen gewehrt, weil sie Krankenversorgung und Forschung
beeinträchtigt sah, doch fünf Monate später war davon keine Rede
mehr: Broelsch wurde suspendiert, er darf bis heute nicht operieren.
Auf der Strecke bleiben die Patienten. Die Frage, ob es zutrifft,
dass es seit Broelschs Suspendierung keine
Lebend-Lebertransplantationen mehr in Essen gegeben hat, ließ das
NRW-Wissenschaftsministerium gestern unbeantwortet. Kein Wunder, denn
die Ärzte aus Broelschs Team sind abgewandert, er selbst soll
Angebote aus den USA haben.
Zur Klarstellung: Broelsch werden keine Kunstfehler vorgeworfen,
weswegen die Suspendierung des Chirurgen auch schwerlich dem Schutz
von Patienten dienen kann. Dass ausgerechnet der
Wissenschaftsminister diese Koryphäe kaltstellen lässt, trägt nicht
dazu bei, Top-Akademiker ins angebliche Forschungsland
Nordrhein-Westfalen zu locken.
NRW kann es sich nicht erlauben, internationale Spitzenmediziner zu
vergraulen. Denn die stehen hier nicht gerade Schlange, wie die
quälende, seit Jahren dauernde Suche nach einem adäquaten Nachfolger
für Prof. Reiner Körfer am NRW-Herzzentrum in Bad Oeynhausen zeigt. Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2 Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Für die Nachricht "Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Suspendierung vom Prof. Christoph Broelschs" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.westfalen-blatt.de/ 257226 |
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