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Informationen rund um Deutschland

Börsen-Zeitung: Staatsbankrott Kommentar zum drohenden Staatsbankrott Islands, von Gottfried Mehner.



(ots) - Die gesamte Finanzwelt droht auseinanderzufliegen. Warum sollte da die Nachricht, dass es auf Island derzeit noch gewaltiger zischt und brodelt als sonst, weil neben den Geysiren auch das Finanzsystem aus dem letzten Loch pfeift, für große Aufregung sorgen? Weil sich hier in einem Brennglas das beobachten lässt, weiter


Postbank: Erträge aus Geldvermögen rasant gestiegen

(26.06.2008) (ots) -



Die Erträge aus Geldvermögen sind in Deutschland rasant gestiegen. Die Volkswirte der Deutschen Postbank AG haben errechnet, dass die Einnahmen aus Zinsen und Aktiendividenden in den vergangenen fünf Jahren um über fünfzig Prozent auf 86 Milliarden Euro im Jahr 2007 geklettert sind. 2003 waren es noch 55 Milliarden Euro gewesen. Im Durchschnitt hat jeder Haushalt im vergangenen Jahr mit Bankeinlagen sowie Anlagen in Aktien und Renten einen laufenden Ertrag von durchschnittlich knapp 2.200 Euro erzielt. Kursgewinne sowie Erträge aus Lebensversicherungen und Pensionsfonds sind darin nicht enthalten. "Erträge aus Kapitalanlagen werden als Einkommensquelle für private Haushalte immer wichtiger. Ihr Anteil an der Bruttolohn- und Gehaltssumme ist in Deutschland von unter sechs Prozent im Jahr 2003 auf heute knapp zehn Prozent gestiegen", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank.

Der stärkste Wachstumstreiber waren die Erträge aus Bankeinlagen. Diese nahmen in den vergangenen fünf Jahren um fast zwanzig Milliarden Euro auf 48 Milliarden Euro zu. Der Löwenanteil dieser Steigerung ist eine Folge des allgemeinen Zinsanstiegs. Von 2,2 Prozent ist der durchschnittliche Guthabenzins für Einlagen bis zu 2 Jahren Laufzeit in den vergangenen fünf Jahren auf 3,6 Prozent gestiegen. Dabei haben die Anleger massiv umgeschichtet: Tages- und Termingelder haben Spareinlagen ersetzt.

Von der höheren Verzinsung der Bankeinlagen profitieren vor allem die Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen. Zwar ist ihr Geldvermögen geringer als bei Beziehern höherer Einkommen. Gleichzeitig entscheiden sie sich aber sehr viel häufiger für eine Geldanlage bei Banken.

Aus festverzinslichen Wertpapieren flossen den privaten Haushalten 2007 etwa 15 Milliarden Euro zu, das sind fünf Milliarden Euro mehr als im Jahr 2003. Rentenanlagen sind damit für deutsche Privatanleger zur zweitwichtigsten Ertragsquelle bei Geld- und Kapitalanlagen avanciert und haben den Investmentfonds den Rang abgelaufen.

Geradezu explodiert sind die Einnahmen der Privaten Haushalte aus Dividendenzahlungen. Diese sind im Vergleich zu 2003 um acht Milliarden Euro auf 13 Milliarden Euro im Jahr 2007 gestiegen. Das ist ein Zuwachs um rund 150 Prozent. Der Grund für den rasanten Anstieg sind die Rekord-Ausschüttungen der börsennotierten Unternehmen. Die Dividendenrendite der im Prime Standard der deutschen Börse notierten Unternehmen lag 2007 bei 3,3 Prozent. 2003 mussten sich die Anleger noch mit zwei Prozent zufrieden geben.

Die vollständige Studie "Postbank Perspektiven" für den Juli und zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.

Originaltext: Deutsche Postbank AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6586 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6586.rss2 ISIN: DE0008001009

Pressekontakt: Hartmut Schlegel +49 228 920 12103 hartmut.schlegel@postbank.de

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