Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zum Eherecht: |
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| (03.07.2008) (ots) - Ehe ohne Standesamt - 133 Jahre lang war das in
Deutschland verboten. Ohne weitere Formalitäten gibt Vater Staat nun
seinen Segen zu einer rein religiös besiegelten Form des
Lebensbündnisses. Doch warum? So recht konnte sich gestern kein
Politiker erinnern, sich jemals mit dem Personenstandsrecht befasst
zu haben. Offenbar fiel das unter die Kategorie »politischer
Kleinkram«.
Dabei setzt Deutschland mit der Entwertung der Zivilehe ein
verheerendes Signal. Seit Jahrzehnten kämpfen Frauen- und
Menschenrechtsorganisationen in der islamischen Welt um die
Abschaffung der religiös verfassten Ehe - die nach islamischem Recht
zwar dem Mann die jederzeitige Verstoßung der Frau zubilligt, der
Frau aber nur eine Trennung »im Einvernehmen«.
Die aufgeklärten muslimischen Gemeinden in Deutschland lehnen diese
archaische Form des Patriarchats ab und verweisen auf das türkische
Recht, das die Zivilehe ja ausdrücklich als Voraussetzung für die
Trauung vor dem Imam vorschreibt. Radikale Islamisten aber können
sich fortan jederzeit auf das vermeintlich moderne deutsche Gesetz
berufen. Ob unsere Politiker das wirklich gewollt haben? Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2 Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Für die Nachricht "Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zum Eherecht:" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.westfalen-blatt.de/ 259292 |
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