RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Obama |
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| (13.07.2008) (ots) - Dass Angela Merkel immer mit traumwandlerischer
Sicherheit durch die Außenpolitik marschierte, ist kein Gesetz. Denn
im Streit um Barack Obamas Berlin-Auftritt hat sie gepatzt. Sie war
schlecht beraten, das Brandenburger Tor als protokollarische
No-Go-Area für den demokratischen Präsidentschaftsbewerber streuen zu
lassen. Denn damit liefert sie der SPD und ihrem künftigen
Herausforderer Steinmeier eine Steilvorlage. Sie setzt sich aber auch
dem Verdacht aus, den Neustart in den deutsch-amerikanischen
Beziehungen mit einer nacheilenden Loyalität für das Auslaufmodell
George W. Bush und dessen Partei zu belasten.
Das mag staatsfraulich korrekt gedacht gewesen sein. Politisch klug
war es nicht, den Hoffnungsträger Amerikas zu verprellen. Denn schon
die Einschätzung, das Brandenburger Tor sei protokollarisch der Ort,
der bestenfalls amtierenden Präsidenten zusteht, ist falsch. Das mag
gegolten haben, als es noch zu war und Ronald Reagan verbal daran
rütteln durfte. Heute ist es Berlins bekannteste Touristenattraktion
- vielleicht noch das Symbol der wiedererlangten Einheit, an der im
übertragenen Sinn alle Amerikaner Anteil haben. Wo immer Obama in
Berlin spricht, der Auftritt wird Schlagzeilen machen. Aber die
Fußnote, dass ihm dabei mit politischem Kleinkaro der hauptstädtische
Rahmen verwehrt wurde, geht zu Lasten der Kanzlerin. Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2 Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Für die Nachricht "RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Obama" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / 260743 |
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