Hobbygärtner stöhnen unter Schneckenplage

(22.07.2008) (ots) - Nacktschnecken haben sich auch in diesem Jahr vielerorts wieder zu einer großen Plage entwickelt, und zwar vor allem dort, wo sie die für sie notwendigen feuchten Bedingungen vorfinden. Dies ergab eine Umfrage des Pressedienstes "praxis press: Garten" unter Garten- und Pflanzenschutzexperten. In regenreichen Gebieten wie in Süddeutschland, im Westen, in den Mittelgebirgen sowie in Thüringen und Sachsen ist die Schneckenplage der Umfrage zufolge sogar noch größer als im Vorjahr. Auffallend ist ferner, dass vor allem die sehr schädliche und widerstandfähige Spanische Wegschnecke besonders stark auftritt. Experten sprechen hier sogar von einer "Jahrhundertvermehrung".

Als Gründe für die starke Vermehrung der Nacktschnecken werden vor allem die letzten beiden milden und feuchten Winter aufgeführt. Diese haben dazu geführt, dass sich Schnecken schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt vermehrt haben, zu dem der Hobbygärtner noch gar nicht im Garten aktiv ist. Auch das Unterlassen des Umgrabens im Herbst und das zu späte Lockern des Bodens im Frühjahr fördert den Experten zufolge die Schneckenplage, ebenso wie regelmäßiges abendliches Gießen.

Im zeitaufwendigen Absammeln der Schnecken sehen viele Hobbygärtner oft die einzige Möglichkeit, um sich der gefräßigen Schneckenbande zu entledigen. Andere setzen auf Schneckenzäune, vor allem wenn Wiesen, Heckenstreifen oder brach liegende Grundstücke an den Garten anschließen. Von Bierfallen, Barrierestreifen sowie dem Ausstreuen von Salz raten Experten ab. Der Erfolg ist hier nur mäßig und kurzfristig. Salz schadet zudem den Pflanzen und dem Boden. Die besten Erfolge werden nach wie vor mit Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd erzielt, der in den meisten gängigen Schneckenkornprodukten enthalten und an der Blaufärbung der Schneckenkörner bzw. -linsen zu erkennen ist. Diese Schneckenmittel, die zudem sehr sparsam im Gebrauch sind, wirken ausschließlich gegen Schnecken und schonen die natürlichen Feinde der Schnecken ebenso wie andere Tiere des Gartens. Auch für den Boden gehen keine Gefahren aus, da metaldehydhaltiges Schneckenkorn biologisch vollständig abgebaut wird. Hobbygärtner begrüßen hierbei zudem, dass die Schnecken sichtbar auf dem Boden liegen bleiben, so dass der Bekämpfungserfolg gut zu kontrollieren ist.

Originaltext: Lonzagroup AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30805 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30805.rss2 ISIN: CH0013841017

Pressekontakt: Alfred Fischer Dipl.-Ing. agr. praxis press: Garten Postfach 1541, 64505 Groß-Gerau Telefon: 06152/40021, E-Mail: info@praxis-press.de

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