(01.09.2008) Thüringen hat viele schöne Dinge zu bieten, die man kennen sollte – aber auf eines sind die Thüringer ganz besonders stolz: ihre Thüringer Rostbratwurst, auch kurz: Thüringer. Es gibt sogar eine EU-Verordnung, die regelt, was eine Thüringer ausmacht. Denn nicht jede Wurst darf sich so nennen!
Wo kämen wir denn da auch hin! Unsere Thüringer hat schließlich eine jahrhundertealte Tradition. Im Thüringischen Staatsarchiv bewahrt man eine urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1404 auf, die aus dem Arnstädter Kloster stammt. Das älteste bekannte Rezept stammt aber erst aus dem Jahre 1613. Und natürlich ranken sich im diese würzige Wurst auch ein paar Sagen, deren Wahrheit niemand beweisen kann. Kurzum: die Thüringer ist viel mehr als nur eine leckere Wurst. Sie ist Volksgut! Und für Volksgut braucht man ein Museum! Das haben mittlerweile auch die Thüringer erkannt und in Holzhausen bei Arnstadt eines gegründet. Zuvor gab es aber einen Verein, wie das in Deutschland so Tradition ist. Die „Freunde der Thüringer Bratwurst. E.V.“ haben nicht nur eine Riesenwurst an den Ortseingang platziert, sondern auch Deutschlands erstes Bratwurstmuseum eingerichtet. Warum gerade Holzhausen das Museum bekam, ist schnell erzählt: das oben erwähnte Kloster lag in der Nähe.
Manche sagen, eine echte Thüringer brauche keinen Senf. Andere wiederum behaupten ein guter Thüringer Senf brauche keine Bratwurst! Ob es nun bald auch ein Senfmuseum geben wird, ist unbekannt. Einig sind wir uns alle aber in einem: Eine knackig gegrillte Bratwurst ist megalecker. Da muss man sich auch nicht schämen, wenn man Bratwurstkönigin wird.
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