Neue Studie: Defizite in der Unternehmenskultur verhindern Hochleistung

(02.09.2008) (ots) -

GfK Trustmark hat die Erfolgsfaktoren für hochleistende Unternehmen in Deutschland und der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse werden auf der Konferenz "Creating a High Performance Organisation" im September in Darmstadt vorgestellt

Unternehmen investieren nicht konsequent genug in strategisch bedeutende Zukunftsfelder. Das ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens GfK Trustmark. Dabei wurden rund 3.000 Mitarbeiter und Führungskräfte in Deutschland und in der Schweiz danach befragt, wie sie ihren eigenen Arbeitgeber mit Blick auf Erfolgsfaktoren für hochleistende Unternehmen einschätzen. Fazit: Gerade beim Thema Unternehmenskultur hinkt die reale Situation den in Managementseminaren immer wieder angepriesenen Idealen weit hinterher. Auf die Frage etwa ob die Mitarbeitenden befähigt werden, selbstständige Entscheidungen zu treffen, um ihre Arbeit zum Erfolg zu führen, antworteten weniger als die Hälfte der Befragten mit Zustimmung. "Uns hat die Deutlichkeit überrascht, mit der Faktoren, die als Performancetreiber für Unternehmen als besonders wichtig erachtet werden, im eigenen Unternehmen eher kritisch gesehen werden - und das insbesondere bei Themen, über die Unternehmen seit vielen Jahren diskutieren und sich eigentlich gut aufgestellt sehen", sagt Dr. Dietmar Freiburg, Mitglied der Geschäftsleitung von GfK Trustmark.

Derzeit bereitet das Beratungsunternehmen eine große Konferenz für Personal- und Organisationsverantwortliche zum Thema High Performance Organisations vor, bei der auch Details der Studie vorgestellt werden. International anerkannte Experten präsentieren dabei Kon-zepte für hochleistende Unternehmen, die neben betriebswirtschaftlicher Relevanz auch Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter haben. Vorab veröffentlichte Ergebnisse der Studie zeigen gravierenden Nachholbedarf für Unternehmen vor allem in Bezug auf ihre Unternehmenskultur: Mehr als ein Viertel der befragten Mitarbeiter wäre demnach bereit, das Unternehmen schnell zu wechseln. "Selbst in Führungspositionen sinkt der Anteil nur geringfügig", so Freiburg.

Neben einem Mangel an Instrumenten, die Mitarbeiter dazu befähigen, selbstständig Entscheidungen zu treffen, wird das Thema Investition in Ausbildung und Entwicklung der Mitarbeiter nur von rund der Hälfte der Befragten als ausreichend bewertet. Ein weiteres Defizit sehen die Mitarbeiter darin, dass in der täglichen Arbeit häufig nicht ausreichend zum Lernen, Probieren und Entdecken angeregt wird. "Das sind nur ein paar Beispiele, aber auch bei anderen Faktoren, die seit Jahrzehnten Gegenstand der Personalforschung sind und als entscheidend für hochleistende Unternehmen betrachtet werden, bestehen Defizite. Etwa in Form eines Mangels an fairen Entlohnungs- und Anreizmodellen, die Leistung entsprechend honorieren, oder durch fehlendes Vertrauen und einen fehlenden respektvollen, partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitenden", sagt Freiburg. Dieser Befund trifft besonders auf deutsche Unternehmen zu, die Schweiz weist hier durchgängig positivere Ergebnisse auf.

Nur 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihr Unternehmen ausreichend inspiriert, um Höchstleistung zu erbringen. "Das Top Management schafft es in vielen Unternehmen nicht, das Vertrauen der Mitarbeiterschaft zu gewinnen", weiß Freiburg. In der Folge ist die Motivation der Mitarbeiter zu Höchstleistungen kaum möglich. Die Aussagen verschärfen sich vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Schwierigkeit, sowohl geeignete Mitarbeiter als auch Führungskräfte zu rekrutieren. "Unternehmen laufen Gefahr besonders Leistungsträger zu verlieren und damit Zukunftschancen zu vergeben", so Freiburg.

Wer erfahren möchte, wie gut sein eigenes Unternehmen mit Blick auf die Erfüllung der Kriterien für hochleistende Unternehmen ist, kann sich übrigens während und im Nachgang zum Kongress am 30. September in Darmstadt bewerten lassen. Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, sich einem Benchmarking zu unterziehen.

Hinweis an die Redaktionen:

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, sind Sie herzlich eingeladen!

Originaltext: GfK Trustmark AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/72583 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_72583.rss2

Pressekontakt: Martin Reimund Profilwerkstatt GmbH

Rheinstraße 99.3 64295 Darmstadt

Tel. 06151 59902-12 E-Mail: m.reimund@profilwerkstatt.de

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