(03.09.2008) Eckernförde trumpft gerne groß auf. Der kleine Badeort an der Ostseeküste muss sich wahrlich nicht gegen die größere Konkurrenz verstecken. Wer es schafft, Joe Cocker zu einem Konzert an den Südstrand zu holen, der kann auch anderes auf die Beine stellen!
Das Green Screen Festival ist im vergangenen Jahr erstmals veranstaltet worden und begeisterte auf Anhieb 6000 Zuschauer. Diese bekamen 61 Filme aus 14 Nationen zu sehen. Und zwar Naturfilme, nicht etwa Johnny Depp in Fluch der Karibik! Nun läutet der muntere Ostseeort das zweite Green Screen Festival ein – und natürlich möchte man das Ergebnis des letzten Jahres toppen. Vom 4.-7. September kann man 78 Naturfilme aus 17 Ländern ansehen. Die Kartenvorbestellung ist bereits gut im Rennen. Interessante Filmemacher werden sich präsentieren und von den Dreharbeiten berichten, es wird einige Weltpremieren geben. Auch das Beiprogramm kann sich sehen lassen: restaurierte Filme von Heinz Sielmann werden gezeigt, die Filmhighlights eines ostdeutschen Naturfilmers vorgestellt - und dank einer Kooperation mit dem Unterwasser-Filmfestival in Belgrad kann man auch noch einen Blick in die Welt unter Wasser tun. Am Ende der Eckernförder Naturfilm-Filmtage wird es wieder Auszeichnungen geben. Immerhin stehen 12000 Euro Preisgeld in der Warteschlange! Inge Sielmann, Witwe des deutschen Naturfilmpioniers, hat darüber hinaus noch einen Förderpreis für Naturfilmer gestiftet.
Und das ist alles gut so! Irgendwie muss man seinen Kindern doch mal klar machen, dass es noch eine interessante Welt ohne mordsmäßiges Schlachtgetümmel und Computer- Monsterfaces gibt. Dass es eine romantisierte Welt ist, ist nicht zu befürchten. Viel mehr entdeckt man nach einer Weile, in der man sich intensiv mit der Natur beschäftigt, dass man einen anderen Blick auf die Kostbarkeit des Lebens und die Anwesenheit des Todes bekommt. Gut, dass wir nach dem Film darüber reden können!
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