Neuartige Verfahren: Schrittmacher gegen die Inkontinenz

(29.09.2008) (ots) - Mindestens ein Drittel aller Frauen über 50 Jahre leiden an Inkontinenz. Wesentlich seltener sind Männer betroffen, doch auch bei ihnen kann, beispielsweise nach einer Prostata-OP, der Schließmuskel teilweise versagen. Im Moselzentrum für Kontinenz (MZK) kommen modernste Operationstechniken zur Anwendung, die das Leid der Betroffenen spürbar lindern können - unter anderen die Neurostimulation der Sakralnerven sowie die "Bänder für den Mann".

Es gibt viele Formen der Inkontinenz, und zahlreich sind auch die Ursachen für diese Erkrankung. Oft liegen sie im Verborgenen, beispielsweise im Nervensystem. So können unter anderem die hemmenden und verstärkenden Impulse der die Blasen- und Darmtätigkeit stark beeinflussenden Sakralnerven aus dem Gleichgewicht geraten sein.

Hier setzt ein Verfahren an, das im kürzlich von der "Deutschen Kontinenz Gesellschaft" zertifizierten Moselzentrum für Kontinenz (MZK) bereits seit drei Jahren zum Einsatz kommt: die Sakralnervenstimulation. Hierbei wird ein Blasenschrittmacher implantiert. Dieser sendet elektrische Impulse aus und bringt auf diese Weise die hemmenden und verstärkenden Impulse der Sakralnerven wieder ins Gleichgewicht. "Dadurch kann eine bestehende Restfunk-tion dieser Nerven soweit gesteigert werden, dass die Kontinenz wiederhergestellt wird", berichtet Dr. Silvia Salm, Oberärztin der Urologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

In Betracht gezogen wird diese Operationstechnik in erster Linie bei Patienten mit einer so genannten Dranginkontinenz sowie unzureichender Blasenentlehrung, bei denen physiotherapeutische oder medikamentöse Verfahren erfolglos blieben. Dem Eingriff geht eine intensive Untersuchung, unter anderem mittels Blasendruckmessung, voraus. Bei rund 65 Prozent der Patienten führt die Sakral-nervenstimulation zum gewünschten Erfolg, der zudem bereits in einer mehrtägigen Probephase vorab ermittelt werden kann. Erst wenn zwei provisorisch eingesetzte Testelektroden zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik geführt haben, wird der Blasenschrittmacher implantiert, berichtet Dr. Silvia Salm.

Ein solcher Test-Vorlauf ist bei einem weiteren neuartigen Verfahren nicht möglich, doch auch die "Bänder für den Mann" versprechen in vielen Fällen eine Wiederherstellung der Kontinenz oder zumindest eine deutliche Verbesserung. Insbesondere Männer, die nach einer Prostata-OP mit einer leichten bis mittleren Belastungsinkontinenz zu kämpfen haben, können von dieser Operationstechnik profitieren. Denn mithilfe eines Kunststoffbands aus Polypropylen, das unter der Harnröhre so angebracht wird, dass eine korrekte anatomische Platzierung der durch die Prostata-OP geschädigten Bereiche erreicht werden kann, lässt sich die Restfunktion des Schließmuskels wieder steigern.

Im Moselzentrum für Kontinenz (MZK) kooperieren verschiedene Abteilungen des Trierer Brüderkrankenhauses sowie des Marienkrankenhauses in Trier-Ehrang, darunter die Urologie, die Chirurgie, die Innere Medizinische Abteilung sowie die Neurologie und Gynäkologie. Das Zentrum ist das einzige in der Region, in dem die Sakralnervenstimulation zur Anwendung kommt.

Originaltext: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/62614 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_62614.rss2

Pressekontakt: Anja Katrin Tollhausen Pressesprecherin Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier Nordallee 1 54292 Trier Telefon: 0651.208 - 1508 a.tollhausen@bk-trier.de

Für die Nachricht "Neuartige Verfahren: Schrittmacher gegen die Inkontinenz" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.bk-trier.de

274501
LVZ: Geschasster Verteidigungs-Staatssekretär Wichert darf bei der Bundeswehr wieder mitreden ... weiter
LVZ: Geschasster Verteidigungs-Staatssekretär Wichert darf bei der Bundeswehr wieder mitreden ... weiter
LVZ: Niebel stellt Myanmar Sanktions-Abbau und mehr deutsche Hilfe in Aussicht / Sanktionen als Erfolgsmodell auch für Umgang mit anderen Staaten ... weiter
Sagenhaft wandern in Südtirol ... weiter
Der Wein, die Kunst und der mächtige Fluss ... weiter
Immer schön beweglich bleiben ... weiter


Seite 1 von 44958
Anzeigen
Top Thema am 11.02.2012
LVZ: EU-Kommissar Oettinger: Eine Änderung des Gütesiegels Made in Germany sei nicht zeitgemäß Leipzig (ots) - Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat es als nicht zeitgemäß bezeichnet, das deutsche Gütesiegel Made in Germany abzusc weiter
Karriere - Stellenmarkt
Stellenmarkt 10.000 Freie Jobs
Trotz Krise Stellen bundesweit! Lebenslauf einstellen und Firmen direkt kontakten. Machen Sie jagd auf Ihren Traumjob!
Quickfinder - Marktplatz & Service
Hotelsuche
Anzeigen
Login:Passwort:
Empfehlungen:
| Impressum | Datenschutz| AGB |


Android Market mehr Informationen schliessen schliessen