Weser-Kurier: Geplante Elbvertiefung bedroht Hafenausbau von Cuxhaven / Oberbürgermeister Arno Stabbert befürchtet wirtschaftliche und ökologische Schäden |
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| (05.10.2008) (ots) - Bremen/Cuxhaven. Die Stadt Cuxhaven befürchtet,
dass die geplante Elbvertiefung den eigenen Hafenausbau zunichte
macht. "Das wäre für uns eine Katastrophe", sagte Oberbürgermeister
Arno Stabbert (CDU) dem Bremer "Weser Kurier" (Montag-Ausgabe). "Der
Nachbar Hamburg darf durch seinen wirtschaftlichen Erfolg nicht
unseren wirtschaftlichen Misserfolg verursachen. Das müssen wir
verhindern." Durch die schneller vorbeifahrenden Schiffe sei wegen
des Sogs und Wellenschlags ein Be- und Entladen in den vorgesehenen
Hafenerweiterungsanlagen in Cuxhaven aus nautischen Gründen nicht
mehr möglich, erklärte Stabbert. "Deswegen verlangen wir, dass
durch geeignete bauliche Maßnahmen sich die beiden Hafenverkehre
nicht in die Quere kommen."
Ab Dienstag werden die überarbeiteten Planfeststellungsunterlagen zur
neuen Elbvertiefung öffentlich ausgelegt. Darin sind unter anderem
Verstärkungsmaßnahmen für die Deiche am niedersächsischen Ufer
vorgesehen. Der Oberbürgermeister bemängelte, dass auf ökologische
und touristische Belange sowie die Sorgen der Fischer immer noch zu
wenig Rücksicht genommen werde. "Schon die vergangene Elbvertiefung
hat zu gravierenden ökologischen Auswirkungen in unseren Wattgebieten
geführt. Dort haben sich Sedimente in einem nicht mehr hinnehmbaren
Ausmaß abgelagert", berichtete Stabbert. "Die Priele dort versanden,
dann bilden sich Flachwasserzonen, die bei Ebbe nicht mehr ablaufen.
Dadurch gerät das empfindliche Ökosystem aus den Fugen." Diese
Entwicklung verärgere nicht nur die Urlauber, sondern gefährde auch
die Anmeldung des Nationalparks Wattenmeer zum Weltnaturerbe der
Unesco, meinte Stabbert. "Wir können uns nicht vorstellen, dass die
Elbvertiefung durchgeführt wird, wenn diese negative Folgen für das
Weltnaturerbe hat." Originaltext: Weser-Kurier Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30479 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30479.rss2 Pressekontakt: Weser-Kurier Produzierender Chefredakteur Telefon: +49(0)421 3671 3200 chefredaktion@btag.info 275586 |
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