Lausitzer Rundschau: Zur Finanzkrise: Lohn der Angst |
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| (12.10.2008) (ots) - Jetzt also hat die Bankenwelt die Milliarden vom
Steuerzahler, mit denen sie sich wieder aus dem Sumpf ziehen könnte,
in dem sie sich renditenhungrig verlor. Erreicht werden soll damit,
dass die Banker das bei ihnen angelegte Geld fließen lassen und
aufhören, in Panik vor jedem Risiko davonzulaufen.
Das europäische Maßnahmenpaket, das auch den Bürgschaftsrahmen der
Bundesrepublik gewaltig aufbläht und erhebliche Haushaltsrisiken
birgt, wird wahrscheinlich greifen - aber sicher sein kann sich darin
auch keiner. Als politische Lösung ist es schlicht ein Armutszeugnis.
Denn die Behauptung, dass nur so ein völliger wirtschaftlicher
Kollaps verhindert werden konnte, wird durch ständige Wiederholung
auch nicht besser. Ein wesentlich drastischerer staatlicher Eingriff
in das Bankensystem als alternative Lösung wurde offensichtlich gar
nicht erst erwogen. So gesellt sich zur Angst der Banker vor dem
eigenen Geschäft das der Politik vor einem radikalen Kurswechsel.
Frau Merkel und Herr Ackermann sind sich darin einig, dass es jetzt
erstmal weitergehen soll wie bisher.
Das Modell für das Rettungspaket kommt aus London, wo die
Finanzwirtschaft der dominierende Wirtschaftszweig ist. Ob dem die
Bundesrepublik mit seinem ganz anders gestrickten Kreditgewerbe
wirklich folgen musste, kann aus gutem Grund bezweifelt werden. An
diesem Wochenende wurden vor allem viele Chancen für einen wirklichen
Neuanfang vergeben. Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2 Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481231 Fax: 0355/481247 lr@lr-online.de Für die Nachricht "Lausitzer Rundschau: Zur Finanzkrise: Lohn der Angst" übernehmen wir keine Haftung für Richtigkeit oder Volständigkeit. Die inhaltliche Haftung liegt beim presserechtlichen Meldungsgeber: ots / www.lr-online.de 276913 |
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