|
|
(13.10.2008) (ots) - "Eine Revue mit prominenten Gästen" betitelt das SWR
Fernsehen seine Extra-Sendung aus der Reihe "Literatur im Foyer", die
am Dienstag, 14. Oktober, ab 19 Uhr aufgezeichnet und um 23 Uhr
ausgestrahlt wird. Wie in den vergangenen Jahren findet damit der
"eigentliche" Auftakt der Frankfurter Buchmesse nicht am Main,
sondern am Rhein statt. In das Foyer des Mainzer SWR-Funkhauses
kommen unter anderem die Bestseller-Autorin Irene Dische, der
"Curry-Wurst-Erfinder" Uwe Timm, Volker Schlöndorff mit seiner
Biografie, Rafik Schami ("Das Geheimnis des Kalligraphen"), der
Preisträger des Deutschen Buchpreises 2008 (der am heutigen Abend
bekannt gegeben wird), Franziska Augstein (Sachbuchautorin und
Redakteurin), die lyrische Sängerin Lydia Daher sowie einige der
wichtigsten Literaturkritiker des deutschen Feuilletons.
Gleichzeitig geht allerdings eine Ära für das SWR Fernsehen zu
Ende. Gastgeber Martin Lüdke - vor einem halben Jahr 65 Jahre
geworden - verabschiedet sich aus der Sendung, die er maßgeblich
mitaufgebaut hat. "Martin Lüdkes Sendungen sind beste Werbung für den
öffentlich-rechtlichen Rundfunk", erklärt dazu die
SWR-Landessenderdirektorin Simone Sanftenberg. "Ohne Effekthascherei
führt er sein Publikum durch den Buchmarkt, gibt Orientierung, lädt
zum Nachdenken ein, lässt ein Schmunzeln zu. Bei Literatur im Foyer
ist es keine Frage: Auch Fernsehen bildet!"
Dabei scheint das Konzept so einfach: Schriftsteller lesen aus
ihren Büchern. Verleger, Kollegen, Kritiker diskutieren. Sie suchen
die sachliche Auseinandersetzung mit neuen Strömungen und Tendenzen,
mit den Autoren und ihrem Werk. Es kann dabei durchaus unterhaltsam
sein, ist aber keine Unterhaltungssendung. Im Mittelpunkt stehen die
Bücher und ihre "Schöpfer". Und sie kamen alle gern: Robert
Gernhardt, Harry Mulisch, Walser, Reich-Ranicki, Rühmkorff ... "Es
gibt nicht viele Sendungen, bei denen man merkt, wie unterschiedlich
auch Profis dieselben Bücher wahrnehmen und verstehen. So etwas geht
nur mit einem Moderator, der bei Kritikern wie Autoren gleichermaßen
geachtet ist", sagt Alexander Wasner, Redakteur von "Literatur im
Foyer", über Martin Lüdke und fügt hinzu: "Er ist eindeutig und ohne
Schnörkel Lobbyist in Sachen Literatur."
Martin Lüdke selbst sagte einmal über das Lesen - mit Blick auf
seine Kindheit in der früheren DDR: "Es war die einzige Möglichkeit,
als Jugendlicher die Welt kennen zu lernen." So habe er mit Karl May
die Wüste, mit Faulkner den Süden der USA und mit Böll die Wohnküchen
von Köln entdeckt. Heute lässt Lüdke seine Zuschauer an solchen
Entdeckungsreisen teilhaben - das letzte Mal für "Literatur im Foyer"
am 14. Oktober 2008 im SWR Fernsehen.
Zur Person:
Martin Lüdke wurde 1943 in Apolda/Thüringen geboren, lebt seit 1957
in Westdeutschland. Nach einer kaufmännischen Lehre machte er das
Abitur nach, studierte Germanistik, Politik und Philosophie in
Frankfurt, der Hochburg der Studentenbewegung. Er war dort erst
Dozent, dann Anfang der 80er Professor, seit einigen Jahren ist er
Gastprofessor an der University of Florida, Gainesville. Lange Jahre
gab er das mittlerweile legendäre Rowohlt-Literaturmagazin mit
heraus. Später arbeitete er für den HR und seit 1990 beim SWR/SWF in
Baden-Baden. Im Umfeld der Fusion von SWF und SDR zog er nach
Frankfurt zurück, arbeitete im Mainzer Funkhaus und baute dort als
Redakteur und Moderator "Literatur im Foyer" auf. Ab November wird
die FAZ-Redakteurin Felicitas von Lovenberg seine Nachfolgerin als
Moderatorin.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die SWR-Pressestelle,
Wolf-Günther Gerlach, Tel.: 06131/929-3293.
Originaltext: SWR - Südwestrundfunk
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7169
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7169.rss2
277056 |
|
|