Lausitzer Rundschau: Regierungsverhandlungen in Bayern Zügig zur Koalition

(13.10.2008) (ots) - Die FDP in Bayern hat überhaupt noch nie, die CSU seit immerhin 46 Jahren keine Koalitionsgespräche geführt. Gemessen an dieser Unerfahrenheit in Koalitionsangelegenheiten steuert die CSU, die die FDP als "Sicherheitsrisiko" diffamiert hatte, und die FDP, die sich im Wahlkampf als "deutlichsten Kontrast zu Schwarz" sah, recht zügig aufeinander zu. Fast hätten sich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Horst Seehofer (CSU) vergangene Woche schon auf offener Bühne umarmt. Das wird wohl der magnetischen Wirkung zuzuschreiben sein, den Macht auf alle Politiker ausübt. Zumal die bayerische Verfassung keine monatelange Hängepartien wie etwa die hessische duldet. Wenn nicht zügig ein Ministerpräsident gewählt wird, dann müssen der Landtag aufgelöst und Neuwahlen ausgeschrieben werden. Ein Szenario, das sowohl Schwarz wie Gelb schreckt. Dass in den jeweiligen Partei- und Wahlprogrammen von CSU und FDP eine ganze Menge unvereinbarer Positionen zu finden ist, dürfte deshalb für weniger Zoff sorgen als sich viele vorgestellt haben. Die Sondierungsgespräche, welche die CSU mit den Freien Wählern (FW) geführt hat, entpuppen sich als reine Alibi-Veranstaltungen. Dahinter mag stecken, dass sich Freie und Christsoziale wechselseitig überaus unsympathisch sind. Handelt es sich bei den FW doch zum großen Teil um Kommunalpolitiker und Wähler, die sich aus Protest gegen die Arroganz der "Staatspartei" in den vergangenen Jahren aus der CSU und deren Dunstkreis abgesetzt haben. Und bekannt ist aus anderen Bereichen: Nirgends kann man sich so spinnefeind sein wie unter Verwandten. Außerdem ist es der CSU als Praktikabilitätsgründen wichtiger, es mit einer "richtigen Partei" und einem halbwegs verlässlichen Partner zu tun zu haben. Die FW sind schwer berechenbar, haben keine Erfahrung in der Landespolitik und ihr Spitzenmann Hubert Aiwanger ist ein Newcomer auf der landespolitischen Bühne mit einem deutlichen Hang zum Populismus. Populist ist aber der designierte CSU-Chef Horst Seehofer schon selbst. Strategisch gesehen würde der CSU eine Koalition mit den Freien Wählern freilich auch Chancen eröffnen. Nämlich die, mit dem Koalitionspartner genauso umzuspringen wie vor einem halben Jahrhundert mit der Bayernpartei. Die CSU assimilierte die Partei bekanntlich so nachhaltig, dass sie seither nur noch ein exotisches Schattendasein führt. Doch jetzt war so etwas der CSU-Spitze wohl zu riskant. Mit der FDP wissen die Christsozialen wenigstens, was sie haben.

Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481231 Fax: 0355/481247 lr@lr-online.de

277170
LVZ: FDP weist Söders Reform-Vorschlag zurück / Fraktionsvize Flach: "Söders Versuch, hinter den Koalitionsvertrag zurückzufallen, wird scheitern" ... weiter
AMI 2010: Deutschlandpremiere des neuen Opel Meriva (mit Bild) ... weiter
Bär: Elterngeld gehört nicht auf die Sparliste ... weiter
Fannie Mae Einlösung ... weiter
Erstmals Vergabe des Deutschen Waldpädagogikpreises ... weiter
Debeka Bausparkasse im Jahr 2009 mit gestiegenem Finanzierungsgeschäft ... weiter


Seite 1 von 29291
Top Thema am 22.03.2010
Deutschland sucht den Superstar"- Manuel Hoffmann rückt für Helmut Orosz nach, der wegen Drogenmissbrauchs vom Wettbewerb ausgeschlossen wurde. (ots) - Nachdem Helmut Orosz (30) am Sonntag von "Deutschland sucht den Superstar" wegen Drogenkonsums während der laufenden Staffel ausgeschlossen wurde, rückt Manuel Hoffmann nach. Er wird in der sechsten Mottoshow am Samstag, den 27. März, 20.15 Uhr wieder antreten. Helmut Orosz ... weiter
Karriere - Stellenmarkt
Stellenmarkt 10.000 Freie Jobs
Trotz Krise Stellen bundesweit! Lebenslauf einstellen und Firmen direkt kontakten. Machen Sie jagd auf Ihren Traumjob!
Quickfinder - Marktplatz & Service
Hotelsuche
Anzeigen
Login:Passwort:
Empfehlungen:
| Impressum | Datenschutz| AGB |


schliessen