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(27.11.2008) (ots) - "Der Arbeitsmarkt ist noch stabil. Dies zeigen
die aktuellen Zahlen: die Arbeitslosigkeit ist im November weiter
gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm zu.
Und die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern befindet sich
nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allerdings mehren sich die
Anzeichen, dass der wirtschaftliche Abschwung den Arbeitsmarkt bald
erfassen wird.", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur
für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im November: -8.000 auf 2.988.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -390.000
Arbeitslosenquote im November: -0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November im Zuge der
auslaufenden Herbstbelebung um 8.000 oder 0,3 Prozent auf 2.988.000
verringert (West: -5.000 auf 1.985.000; Ost: -4.000 auf 1.003.000).
Der absolute und relative Rückgang war deutlich schwächer als im
Durchschnitt der letzten drei Jahre (-56.000 oder -1.4 Prozent). Das
Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den November einen Rückgang
von 10.000. Damit setzt sich die bisherige Entwicklung im aktuellen
Monat zwar fort, der Rückgang schwächt sich allerdings zunehmend ab.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im November 390.000 oder 12
Prozent weniger Arbeitslose gezählt. Mittlerweile ist der Rückgang
der Arbeitslosigkeit im Rechtkreis SGB II - absolut und relativ
gesehen - größer als im Rechtskreis SGB III.
Der anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem
mit dem konjunkturbedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigung. Geholfen haben außerdem die Arbeitsmarktreformen sowie
ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot. Bei der Interpretation der
aktuellen Entwicklung muss auch berücksichtigt werden, dass Ende 2007
vorruhestandsähnliche Regelungen ausgelaufen sind, die die
Arbeitslosigkeit reduziert haben. Personen, die früher diese
Regelungen in Anspruch genommen hätten, werden nun als Arbeitslose
gezählt. Im bisherigen Jahresverlauf dürfte das die Arbeitslosigkeit
monatlich in der Größenordnung von 10.000 erhöht haben.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der
Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt
um 37.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis September
reichen, saisonbereinigt um 51.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt
ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes im Zuge der Herbstbelebung von September auf Oktober um
188.000 auf 40,91 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat die
Erwerbstätigkeit um 518.000 zugenommen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September nach der
Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 28,00 Millionen,
gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 578.000. Dabei
entfallen knapp zwei Drittel des Beschäftigungsplus auf
sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die anderen Formen der
Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich nur wenig
verändert.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt
ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den
Oktober auf 2,69 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,2 Prozent.
Die Zahlung von Kurzarbeitergeld soll Arbeitnehmern ihre
Arbeitsplätze und Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter erhalten
und damit Arbeitslosigkeit vermieden werden. Vor Beginn der
Kurzarbeit müssen die Betriebe eine Anzeige über den
Arbeitszeitausfall erstatten. Diese Anzeigen sind als potenzielle
Zugänge in die Kurzarbeit zu interpretieren. Im Oktober lagen
Anzeigen für 57.000 Kurzarbeiter vor. Im Vergleich zum Vormonat war
das ein Anstieg um 30.000 und im Vergleich zum Vorjahr um 42.000
angezeigte Kurzarbeiter. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl
der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten infolge der konjunkturellen
Abkühlung deutlich erhöhen wird.
Das gemeldete Stellenangebot insgesamt und darunter auch die
ungeförderten Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung
widerspiegeln, haben im November saisonbereinigt um 4.000 bzw. 3.000
abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Monate hat es praktisch
keine Veränderungen gegeben. Nicht saisonbereinigt verringerte sich
der gesamte Stellenbestand von Oktober auf November um 32.000 auf
539.000. Von diesen Stellen waren 91 Prozent sofort zu besetzen. Im
Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 38.000 abgenommen. Von allen
gemeldeten Stellen entfielen 337.000 auf ungeförderte Stellen für
"normale" sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.
Das waren 25.000 weniger als vor einem Monat und 22.000 weniger als
vor einem Jahr.
Der Stellenbestand schlägt sich relativ schnell um. Dabei sind
besonders die Veränderungen der Stellenzugänge von ungeförderten
Stellen für "normale" sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse ein Indikator für die
Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Sie belegen eine weiterhin
hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. So wurden im November 130.000
derartige Stellen neu gemeldet. Im Vormonatsvergleich errechnet sich
ein saisonbereinigter Rückgang von 8.000. Gegenüber dem Vorjahr
gingen 16.000 weniger Stellen ein. Die neu gemeldeten Stellen für
ungeförderte "normale" sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse waren im November zu 51 Prozent sofort zu
besetzen.
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter:
http://statistik.arbeitsagentur.de
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.
Originaltext: Bundesagentur für Arbeit (BA)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6776
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Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
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