Informationen rund um Deutschland
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Hoppe: Es gibt keine Überkapazitäten, sondern bereits Mangel
(ots) - Statement des Präsidenten der Bundesärztekammer,
Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, zur Studie "Effizienzreserven im
Gesundheitswesen" des RWI Essen und der Universität Duisburg-Essen
(im Auftrag der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft"):
"Wer heute noch Effizienzreserven weiter |

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PHOENIX-Programmhinweis Erstausstrahlung Srebrenica - Opfer klagen an Mittwoch, 10.12.2008, 21. 45 Uhr
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(01.12.2008) (ots) - PHOENIX-Programmhinweis
Internationaler Tag der Menschenrechte
Mittwoch, 10. Dezember 2008, 21.45 Uhr
Erstausstrahlung
Srebrenica - Opfer klagen an
Der Bosnier Hasan Nuhanovic war während des Krieges Dolmetscher in
Srebrenica. Der damals 27Jährige war stolz darauf für die
niederländischen Blauhelmsoldaten zu arbeiten. Bei Ihnen wähnte er
sich, genau wie seine Familie und tausende andere Muslime in
Sicherheit.
Doch am 12. Juli 1995 erobert die bosnisch-serbische Armee die
UN-Schutzzone. Der Standort der Niederländer ist umzingelt. Draußen
steht der berüchtigte bosnisch-serbische General Mladic. Innen haben
die Blauhelme den Serben nichts entgegenzusetzen. Ja mehr noch, sie
bemühen sich nicht einmal, das Leben der Angehörigen ihrer engsten
Mitarbeiter zu schützen. Hasan Nuhanovic bettelt bei seinen
Vorgesetzten darum, doch wenigstens seinen jüngeren Bruder in
Sicherheit zu bringen. Aber die Blauhelme sind unnachgiebig. Einer
sagt ihm: "Du weißt doch, dass wir soviel Gepäck haben, da ist kein
Platz mehr im Auto für Deinen Bruder."
Hasans Bruder Muhammed und seine Mutter gelten bis heute als
"vermisst". Die sterblichen Überreste seines Vaters wurden erst vor
zwei Jahren in einem Massengrab gefunden.
Damit ist Hasans Familie unter den etwa 8000 Menschen, die von der
bosnisch-serbischen Armee nach dem Fall von Srebrenica ermordet
worden sind. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat das
Massaker als Völkermord eingestuft. Der damalige Führer der
bosnischen Serben, Radovan Karadzic, wartet derzeit auf seinen
Prozessbeginn. Mladic ist nach wie vor auf der Flucht.
Überlebende des Massakers, wie Hasan Nuhanovic, warten nach wie vor
auf Gerechtigkeit.
Im September hat das Landgericht in Den Haag die Klage von Hasan
Nuhanovic nach staatlicher Wiedergutmachung abgewiesen. Mit der
Begründung: Die Niederlande könnten für das Versagen ihrer
Blauhelmsoldaten vor 13 Jahren in Srebrenica nicht haftbar gemacht
werden. Die Militärs hätten auf Weisung und mit Mandat der Vereinten
Nationen agiert und deshalb müsse der Staat auch keinen Schadenersatz
an die Angehörigen der Opfer bezahlen.
In einem anderen Verfahren hatte dasselbe Gericht im Juli eine Klage
gegen die Vereinten Nationen zurückgewiesen. Damals erklärten die
Richter, die Weltorganisation genieße laut der UN-Charta Immunität
auch in Fällen von Völkermord.
Hasan Nuhanovic hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Für die PHOENIX-Dokumentation ist er nochmals nach Srebrenica
gefahren. An den Ort, wo er seine Familie das letzte Mal gesehen und
vergeblich um ihr Leben gebettelt hat. Gleichzeitig beweisen bisher
nicht veröffentlichte Archivaufnahmen das ganze Ausmaß des Versagens
der niederländischen Soldaten unter dem Kommando der Vereinten
Nationen. Während seine Blauhelme gerade tausende Menschen an die
mordbereiten serbischen Truppen ausliefern, fleht der erkennbar
verschüchterte General Tom Karremans den serbischen General Mladic
an: "Ich bin Pianist. Bitte erschießen Sie keinen Klavierspieler!"
Im Dezember 2006 wurde der inzwischen pensionierte Karremans mit
einem Orden für den "tapferen Einsatz in Bosnien" geehrt.
Film von Susanne Glass, ARD-Studio Wien (PHOENIX, 2008)
Vorab wird die Reportage am gleichen Tag um 13.30 Uhr und 18.00 Uhr
ausgestrahlt.
Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Phoenix-Pressestelle
Telefon 0228 9584-193
pressestelle@phoenix.de
Originaltext: PHOENIX
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6511
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Pressekontakt:
PHOENIX
PHOENIX-Kommunikation
Regina Breetzke-Maxeiner
Telefon: 0228 / 9584 193
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regina.breetzke@phoenix.de
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