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(02.12.2008) (ots) -
Zauberpflanzen aus dem Regenwald und geheime Entdeckungen aus der
Weltraumforschung - damit wird immer wieder für unwirksame
Medikamente geworben, die angeblich schlimme Krankheiten heilen
sollen. Oft ist es ein Spiel mit der Hoffnung vieler schwer kranker
Patienten. Woran Verbraucher Quacksalberei erkennen und wie sie sich
schützen können - dazu hat unsere Reporterin, Katrin Müller,
Apothekerin, Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände (ABDA), befragt.
Korri-Talk mit O-Tönen:
1. Gibt es wirklich keine geheimen Pflanzen, die aus dem Regenwald
stammen?
Also, Apothekerin Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände sagt ganz klar nein, Zauberpflanzen aus
dem Regenwald gibt es nicht. Sie befürchtet da vielmehr
Quacksalberei:
(O-Ton 1): "Das ist das Geschäft mit der Hoffnung, da wird viel
verkauft, möglichst exotisch, um dieser Scharlatanerie einen Nimbus
zu geben im Sinne von: Das ist was ganz besonderes." (7 Sek.)
Ja und Patienten sollten sich auch nicht von Anzeigen locken
lassen, die mit brandneuen Erkenntnissen aus der Weltraumforschung
werben, sagt Sellerberg:
(O-Ton 2): "Es gibt keine Medikamente, die aus der Weltraumforschung
kommen." (3 Sek.)
Bei einem Medikament aus der Werbung also lieber erst den Arzt
oder Apotheker fragen.
2. Woran kann ich denn erkennen, ob eine Werbeanzeige für ein
Arzneimittel seriös ist oder nicht?
Ja, das habe ich mich auch gefragt, weil ja viele Medikamente in
der Werbung dann auch von angeblichen Experten im Arztkittel
angepriesen werden. Da rät Apothekerin Sellerberg aber besonders
vorsichtig zu sein:
(O-Ton 3): "Deutsche Ärzte zum Beispiel dürfen gar nicht in Anzeigen
auftauchen. Da wird einfach dieser Weißkitteleffekt ausgenutzt, aber
das sind keine wirklichen Experten."(8 Sek.)
Misstrauisch sollten Verbraucher demnach auch bei großen
Versprechen werden, warnt Sellerberg:
(O-Ton 4): "Zum Beispiel zwei Tabletten einnehmen und man verliert
sieben Kilo in einer Woche - das kann nicht sein und mit gesundem
Menschenverstand kann man das eigentlich auch erkennen." (8 Sek.)
Übrigens hellhörig sollten wir auch werden, wenn damit geworben
wird, dass ein Medikament angeblich keine Nebenwirkungen hat.
3. Was kann ich als Verbraucher denn tun, um nicht auf
Quacksalberei und falsche Versprechen hereinzufallen?
Naja, häufig ist es für uns Verbraucher nicht so einfach,
Quacksalberei zu erkennen, sagt Apothekerin Sellerberg:
(O-Ton 5): "Der Produktname wird ganz häufig gewechselt. Das heißt,
die Aufsichtsbehörden haben auch kaum eine Möglichkeit, dagegen
einzuschreiten. Also, man kann sich davor eigentlich nicht schützen,
außer mit gesundem Menschenverstand." (9 Sek.)
Und weil wir uns oft nicht sicher sein können, rät Ursula
Sellerberg folgendes:
(O-Ton 6): "Da kann man einfach zum Apotheker gehen und dem die
Werbung vor die Nase halten und den dann fragen, was er dazu meint,
und dann wird er einem das dann schon erklären." (7 Sek.)
Also, bevor wir irgendetwas kaufen, bei dem wir uns nicht sicher
sind, lieber vorher den Arzt oder Apotheker fragen.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch
um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben
an desk@newsaktuell.de.
Originaltext: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7002
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7002.rss2
Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin
ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Jägerstr. 49/50, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 40 00 4-134, Fax: -133
Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de
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