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(03.12.2008) (ots) - Auch Zahnbelag (Plaque) hat eine
Geschichte zu erzählen: Denn führende Zahnmediziner haben jetzt
anlässlich eines Kongresses der blend-a-med-Forschung am 28. November
2008 in Innsbruck eine Neubewertung dieser so genannten "Biofilme" im
Mundraum vorgenommen. Demnach können sie zwar - wie bereits bekannt -
Karies und Parodontitis verursachen. "Doch grundsätzlich sind
Erkrankungen, die durch einen Biofilm ausgelöst werden, vermeidbar",
berichtete der wissenschaftliche Leiter des Kongresses Prof. Dr.
Johannes Einwag, 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive
Zahnheilkunde. Aber wie?
Die Antwort der Experten in Innsbruck: Aktuellen Untersuchungen
zufolge ist die regelmäßige Anwendung einer Elektrozahnbürste mit
rotierender Reinigungstechnologie, wie bei Modellen von Oral-B, die
effizienteste häusliche Methode zur Biofilm-Kontrolle. Auch können
Mundduschen nach Meinung der Referenten eine sinnvolle Ergänzung des
täglichen Zähneputzens darstellen. Eine wichtige Rolle spielt zudem
die verwendete Zahncreme, die wie bei verschiedenen Varianten von
blend-a-med einen möglichst kompletten Schutz bieten sollte. Die Wahl
weiterer Hilfsmittel bzw. Maßnahmen in der Mundpflege müsse darüber
hinaus im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt geklärt
werden, so die Expertenmeinung.
Durch Biofilme ausgelöste Erkrankungen in der Mundhöhle können mit
diesen Strategien im Allgemeinen vermieden werden, doch gelten bei
Risiko-Patienten andere Regeln, schränkten die Wissenschaftler ein.
Meist müssten dann professionelle Maßnahmen in der Zahnarztpraxis
erfolgen. In Zukunft können vielleicht auch neue Behandlungsoptionen,
wie zum Beispiel gezielt gegen das Karies-auslösende Bakterium
Streptococcus mutans gerichtete Peptide (Eiweiße) oder sogar eine
Impfung, helfen.
Wie bei Biofilmen an anderen Stellen des Körpers, etwa im Darm,
setzt sich die Flora der Plaque stets aus der erstaunlich hohen Zahl
von 800 bis 1.100 verschiedenen Bakterien zusammen. Wenn sie sich in
Zahnbelägen zu einer "kritischen Masse" zusammengefunden haben,
bilden sie quasi ein Netzwerk, kommunizieren miteinander, nehmen
bestimmte Funktionen wahr und organisieren sich regelrecht wie ein
Ameisenstaat oder eine Stadt ("city of microbes"). Bestimmte von
ihnen produzieren schließlich schädigende Säuren und Enzyme. Karies,
Entzündungen des Zahnfleisches und Zahnverlust können die Folge sein.
Originaltext: Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG
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