Lausitzer Rundschau: Bundesbildungsministerin will Milliardensanierung für Schulen Jetzt auch Schavan

(07.12.2008) (ots) - Vorsicht! Beim derzeitigen Wettbewerb der Konjunkturretter wird dem Bürger viel Sand in die Augen gestreut. Die simpelste aller Fragen drängt sich auf: Wo sollen eigentlich all die Milliarden herkommen, die Oettinger, Koch oder Müntefering zur Stütze der Konjunktur ausgeben wollen? Zumal für rasche Steuersenkungen ja kein Geld da ist. Der Überbietungseifer hat nicht mehr viel mit seriöser Politik zu tun. Schon gar nicht, wenn nicht auch klipp und klar gesagt wird, dass sich die Milliarden-Ausgaben nur über neue Schulden und damit neue Lasten für kommende Generationen finanzieren lassen. Der Wahlkampf wirft aber seine Schatten voraus. Bestes Beispiel dafür ist Bildungsministerin Annette Schavan (CDU). Auch sie wagt sich - endlich einmal! - aus der Deckung und fordert, Schulen und Hochschulen für fünf Milliarden Euro zu sanieren. Nicht, dass es die Lehranstalten nicht nötig hätten, im Gegenteil: Viele bieten ein Bild des Jammers und sind so marode, dass Lernen nicht Spaß, sondern aggressiv macht. Das Geld wäre also gut angelegt, und würde einige Impulse für den heimischen Mittelstand setzen. Nur: Wenn Schavan wirklich an Verbesserungen an den Schulen und Hochschulen interessiert wäre, müsste sie sagen, wie sie dies bezahlen will. Dann hätte sie schon längst wie einst Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) beim Ausbau der Kinderbetreuung die zuständigen Länder und Kommunen offensiv antreiben und auf ein gemeinsames Vorgehen drängen müssen. Die Zustände an den Schulen sind schließlich nicht erst mit der Finanzkrise vom Himmel gefallen. Bislang ist Schavan in diesem Punkt aber lediglich durch jede Menge Zurückhaltung aufgefallen. Eltern, Schüler, Lehrer und Studenten sollten deshalb keine allzu großen Hoffnungen mit ihren Sanierungsplänen verbinden. Wobei: In diesem Fall wäre es löblich, wenn es mal anders kommt, als man denkt.

Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481231 Fax: 0355/481247 lr@lr-online.de

288742
Unionspläne zur Gesundheitspolitik: weniger Mottenkiste, mehr Markt! ... weiter
MEEDIA.de: "Tagesschau" dreht Redaktionsreform zurück ... weiter
Besser als nichts: Mangelhafter Kompromiss zum Tigerschutz / Verhandlungsmarathon auf der UN-Artenschutzkonferenz ... weiter
WAZ: Linkspartei: Widerstand aus den eigenen Reihen gegen Radikal-Programm ... weiter
Deutschland sucht den Superstar: Manuel Hoffmann flog raus ... weiter
WAZ: Essener Bischof Franz-Josef Overbeck begrüßt Papst-Brief ... weiter


Seite 1 von 29270
Top Thema am 21.03.2010
Kitkat: Süßes mit bitterem Beigeschmack / Greenpeace enthüllt, wie Nestlé zum Aussterben der Orang-Utans beiträgt (ots) - Die Produktion von Schokoriegeln wie Kitkat von Nestlé trägt zur Zerstörung des indonesischen Urwalds bei und vernichtet damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Das ist das Ergebnis eines heute veröffentlichten Greenpeace-Berichtes. Nestlé-Mitarbeiterinnen und ... weiter
Karriere - Stellenmarkt
Stellenmarkt 10.000 Freie Jobs
Trotz Krise Stellen bundesweit! Lebenslauf einstellen und Firmen direkt kontakten. Machen Sie jagd auf Ihren Traumjob!
Quickfinder - Marktplatz & Service
Hotelsuche
Anzeigen
Login:Passwort:
Empfehlungen:
| Impressum | Datenschutz| AGB |


im Hintergrund öffnen mehr Informationen schliessen