Heino, ein Phänomen kommt in die Jahre

(09.12.2008)

Wer nicht auf Volksmusik steht, war wahrscheinlich nie ein Freund von Heino. Aber groß geworden sind wir alle mit ihm – auf die eine oder andere Weise. Präsent war er immer und bis zu dem Skandal um seine geplatzte Tournee auch meist positiv. Dass er im vergangenen Jahr eine Herzattacke erlitt und wegen der nicht stattgefundenen Tournee jede Menge Stress bekam, trug sicher nicht zu seiner schnellen Gesundung bei. Hingegen zu manch öffentlichem Spott und Genörgel! Als klar war, dass die Versicherung nicht zahlen würde, zahlte Heino den Ticketkäufern ihr Eintrittgeld aus der eigenen Tasche zurück. Ob man ihn nun besser leiden kann, spielt keine Rolle. Gewiss ist nur, dass der Mann immer Anstand hatte und an seine Sache glaubte!

Sein seriöses Image verstellt leider oft den Blick darauf, dass Heino durchaus Humor hat und nicht halb so bierernst ist, wie man meint. Schließlich, so sagt er selber, sei er in einer Karnevalshochburg geboren. Der Weg vom Bäckerlehrling zum deutschen Sanges-Markensymbol war zuweilen steinig, aber er führte trotz eines musikalischen Programms gegen den Hitparaden-Strom stetig berauf. Am 13. Dezember wird unser Heino nun 70 Jahre alt. Schaut man ihn an, sieht man immer denselben Mann, nur mit ein paar Knittern mehr im Gesicht. Der prägende Eindruck waren seine semmelblonden Haare und die dunkle Brille. Dass so ein Charakter in unserer schnelllebigen Mediengesellschaft überleben kann, sagt etwas über ihn und uns aus! Vielleicht erfüllt dieser Mann Bedürfnisse, die wir nicht allzu gerne offen legen. Wie es auch sei: Noch ein paar gute Jahre, lieber Heino! Schwarzbraun ist die Ha-sel-nuss…



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Eingestellt von Maik S.
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